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17.11.2010

Posthume Perle

Sportzentrum im Aargau von Vacchini


Dem Spätwerk des im Jahr 2007 verstorbenen Tessiner Architekten Livio Vacchini (*1933 in Locarno) wird ein weiterer Baustein hinzugefügt: Anfang November 2010 wurde in der schweizerischen Stadt Brugg im Kanton Aargau das Sportausbildungszentrum Mülimatt eröffnet. Das Studio Vacchini hatte im Jahr 2005 den ersten Preis in einem entsprechenden Wettbewerb gewonnen.

Das Zentrum liegt am Ufer der Aare und besteht aus einer großen Halle, die in sich zwei Dreifachturnhallen, Spezialräume für Gymnastik, Fitness und Mehrzwecksport sowie Unterrichts- und Lehrerräume aufnimmt. Die besondere Herausforderung bestand in der Konstruktion eines stützenfreien Raumes auf einer Grundfläche von 50 x 80 Metern. Die Architekten wählten dazu ein „Faltwerk“ aus Beton, dessen Farbgebung auch sämtliche andere Bauteile bestimmt – Fenster, Türen und Decken sind in Grau gehalten. Durch das expressiv gefaltete Tragwerk ist es möglich, alle Turnhallen mit Tageslicht zu versorgen und – bei geöffnetem Sonnenschutz – auch den Blick nach außen zuzulassen.


Ergänzt wird das Zentrum von zwei kleinen, unmittelbar anliegenden Außen-Spielfeldern sowie umfangreichen Außenanlagen auf der gegenüberliegenden Aareseite im so genannten „
Au- und Geißenschachen“, dem Leichtathletikstadion. Beide Anlagen beziehungsweise Uferseiten werden mit einem neuen Steg verbunden, dem Aaresteg. Dieser wurde vom Ingenieurbüro Conzett, Bronzini, Gartmann (Chur) geplant und ist mit einer Gesamtlänge von 182 Metern die längste Spannbetonbrücke der Schweiz. Die vorgespannte Ortbetonplatte dient als Geh- und Fahrradweg und wirkt mit vier Flachstahlbändern auf der Unterseite im Verbund. Abgestützt wird die Stegplatte auf zwei massiven Widerlagern und drei rahmenförmigen Zwischenabstützungen aus Stahl. Die Stegfelder haben Spannweiten von 30, 78 und 35 Metern.

Die Baukosten des Sportausbildungszentrums werden mit rund 33 Millionen Franken angegeben.


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