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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sporthalle_von_Turkali_in_Frankfurt_5119478.html

27.10.2017

Turnen ohne Schall

Sporthalle von Turkali in Frankfurt


Mit 65.000 Quadratmetern ist sie eine der größten in Frankfurt: die neue Dreifeldsporthalle von Turkali Architekten (Frankfurt am Main) im Stadtteil Preungesheim. Bereits 2007 hatten die Architekten eine Turnhalle im verdichteten städtischen Kontext nahe des Frankfurter Zoos umgesetzt. Dabei war es ihnen gelungen, die Gestaltung des umgebenden Bestands aus den Sechzigerjahren feinsinnig aufzunehmen und gleichzeitig einen eigenständigen Neubau zu schaffen.

Im Gegensatz zu dem Projekt vor zehn Jahren steht der aktuelle Neubau quasi auf der grünen Wiese. Denn das vorstädtische Preungesheim, unweit des gleichnamigen Autobahndreiecks, wird noch wachsen. Rund um die neue Halle werden die Flächen erst in Zukunft bebaut. 16 Millionen Euro investierte die wachsende Stadt Frankfurt in die neue Sporthalle. Von der Tribüne können 200 Zuschauer nicht nur den örtlichen Hand- und Fußballern zusehen, sondern auch – durch das große Fenster und den ornamentierten Sonnenschutz hindurch – einen Blick auf die Skyline von „Mainhattan“ werfen.

Der Sonnenschutz wie auch das Tragwerk über dem Betonsockel bestehen aus Holz. Es ist auch ästhetisch das prägende Material der Turnhalle. Turkali Architekten entwickelten die Konstruktion in Zusammenarbeit mit dem Augsburger Büro der Südtiroler Holzbaufirma Rubner. Mit einer Bauhöhe von 2,22 Metern erreichen die elf Brettschichtholzbinder eine stützenfreie Spannweite von 32 Metern. Eine Pfosten-Riegel-Fassade verbindet großformatige Glasflächen mit vorgefertigten Wandelementen, die außen mit sibirischer Lärche und „raumseitig als Prallwände mit geschliffenen, unbeschichteten Holzspanplatten ballwurfsicher und schallabsorbierend bekleidet sind“, wie die Holzbauingenieure erklären. Auch die insgesamt 36 konisch geformten Oberlichtelemente sorgen nach Einschätzung von Rubner für eine „angenehme Atmosphäre, wie man sie aus anderen Sporthallen nicht kennt“. (dd)

Fotos: Frank Dinger


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