Phönix aus der Asche
Sporthalle in Berlin von Schulz und Schulz
Am 3. Juli 2013 brannte die Turnhalle des Coppi-Gymnasiums in Berlin-Lichtenberg ab. Seitdem waren Schüler*innen und Sportlehrer*innen des nach den antifaschistischen Widerstandskämpfern Hans und Hilde Coppi benannten Gymnasiums im Krisenmodus. Denn für den Sportunterricht mussten sie auf die Hallen anderer Schulen ausweichen, die teils weit weg lagen. Außerdem stand nun eine Brandruine auf dem denkmalgeschützten Schulgelände.
Nach einem nichtöffentlichen Wettbewerb begannen 2016 die Bauarbeiten für die neue Turnhalle nach dem Entwurf des Leipziger Büros Schulz und Schulz. Die Halle fügt sich in die Struktur des Gymnasiums mit Gebäuden aus drei Bauepochen ein. Im niedrigen Bauteil sind Nebenfunktionen und Erschließung untergebracht. Über die schulische Nutzung hinaus steht die 1.100 Quadratmeter große Turnhalle auch dem lokalen Vereinssport offen. Die Baukosten beliefen sich auf 3,5 Millionen Euro, dafür gewann man 1.900 Quadratmeter BGF.
Aufgrund des kleinen Baufeldes und des hohen Nutzungbedarfs wurde „die Zweifachhalle in einer Sonderform mit drei Hallenteilen ausgeführt“, erläutern die Architekt*innen. Ein dreiteiliges, tonnenförmiges Dachtragwerk bildet die typologische Sonderform innen und außen deutlich sichtbar ab. Als maßgebliches Gestaltungselement ist die gesamte Dachkonstruktion rot lackiert.
Die Außenwände des Sporthallenteils bestehen aus einer Vormauerschale aus Recyclingziegeln, die in Abstimmung mit der Farbe des Putzes des Bestandbaues von 1935 gewählt wurden. Die Fassade des niedrigeren Bauteils nimmt die Putzstruktur des Bestands auf. Ein horizontales Fensterband stellt Öffentlichkeit zum Straßenraum her.
Im Zuge des Sanierungsprogramms Lichtenberger Schulen soll auch das 1935–37 durch Friedrichs Hennings errichtete Bestandsensemble für eine Million Euro saniert werden. (tl)
Fotos: Gustav Willeit
wenns geht schaue ich immer rein und freue micht über die wunderbaren beiträge und kommentare. @auch ein architekt: ihre kommentare finde ich eher unangemessen und peinlich, speziell dem team vom baunetz gegenüber.
joke´ter dike, in geistiger verbundeheit sende ich ihnen diese zeilen: goldstandard - london calling? je nach dem, in welche reihe du dich beim yoga begibst, es geht ja eigentlich um die konzentration / auf das eigene innere... hingehen bei kolleletiv parktizierten sprotarten mit flug und wurfgeräten begünstig es sich, den raum als konzentartionszelle abzugrenzen. große fensterfronten sind da so fehl am platz wie tapeten im schwimmbad... die rote decke ist tatsächlich eine grobe unsportlichkeit, hingegen die konstruktion bewingend und ab der einheitsnorm ein gutes beispiel... die anklänge an kahn gefallen, warum dieses nicht aufgreifen, weiterarbeiten - hier sehr dünn und fast ein bischen schwach in der konkurrenz zum eg erschließungstrakt - hier beißen sic die architekturren, wird die unterschiedlichkeit der elemente leider zum nachteil all zu deutlich / bild 3... mehr von dem tragwerksgedanken aus dem schnitt / bild 23 und der konsequenten ausarbeitung, einheitlichkeit / bild 17 zeigen die schönheit des entwurfes leider nur auf den zweiten blick...
Finde den Beitrag mit Ausnahme der roten Decke gelungen.