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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Snohetta_planen_Plusenergie-Hotel_5326873.html

15.02.2018

Ringförmige Herberge in Nordnorwegen

Snøhetta planen Plusenergie-Hotel


Am Fuße des Svartisen Gletschers, der sich in der norwegischen Gemeinde durch die Berge wälzt, soll ein neues Hotel mit dem Namen „Svart“ entstehen. Entworfen wurde das Gebäude von Snøhetta (Oslo), entwickelt wird es von der norwegischen Firma Powerhouse – einem Zusammenschluss von Architekten, Ingenieuren und Immobiliengesellschaften, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Plusenergiehäuser zu realisieren. Diese sollen über einen Zeitraum von sechzig Jahren mehr Energie produzieren, als sie insgesamt verbrauchen – den täglichen Bedarf, die Bauzeit, Materialproduktion und den Abriss mit eingerechnet. Auftraggeber ist die Firma Arctic Adventure of Norway, die zum Pionier des nachhaltigen, nordischen Tourismus werden will.  Powerhouse konnten bereits 2014 ein erstes Projekt dieser Art realisieren: „Kjørbo“, die Ertüchtigung zweier Bürogebäude der Sechzigerjahre. Mit der Montessorischule in Drøbak soll noch im Februar 2018 ein weiteres fertiggestellt werden.

„Svart“, eine ringförmige Herberge im Norden Norwegens, ist nach dem Unterwasserrestaurant eine weitere, von Snøhetta geplante Touristenattraktion in Norwegen. Auf alt-norwegisch heißt das schwarz und blau und bezieht sich auf die Farbe des Gletschereises. Nicht nur der Name, sondern auch die Form des Gebäudes nimmt sich das Lokale zum Vorbild. Sowohl die „Fiskehjell“, eine hölzerne Struktur zur Trocknung von Fisch, als auch die „Rorbu“, eine saisonale Fischerhütte finden sich im Entwurf wieder. Dicke Holzpfosten, die mehrere Meter tief im Wasser des Fjords stehen, bilden die tragende Struktur. Auf ihnen verläuft ein Holzsteg, der im Sommer begehbar ist und im Winter als Staufläche für Boote und Kajaks benutzt wird.



Der Baustoff Holz wird aus Gründen der Nachhaltigkeit, dem geringen Energieverbrauch in der Herstellung und dem Transport, gewählt. Solarzellen auf dem Dach des Hotels sollen während der langen Sommernächte Energie produzieren. Ob es gelingt den minimalen, ökologischen Fußabdruck auch im Betrieb zu bewahren? Künftig soll das Hotel nicht nur mit dem Paddelboot, sondern auch mit einem energie-neutralen Shuttleboot vom nördlicher gelegenen Bodø, erreichbar sein. (rc)


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