Farbenfroh in Frohheim
Siedlungsbau in Zürich fertig
Mit dem Neubau der Siedlung Frohheim Stadtteil Affoltern, in Norden Zürichs gelegen, versucht man der starken Wohnungsnachfrage in Zürich nachzukommen. Der kürzlich fertiggestellte erste Bauabschnitt des Projekts von Müller Sigrist Architekten zusammen mit EM2N Architekten, beide Zürich, ging 2005 als Siegerentwurf aus einem eingeladenen Wettbewerb hervor.
Mit der unterschiedlichen Höhenentwicklung reagiert die Siedlung auf die umliegende, heterogene Bebauung. Zu einer stark befahrenen Straße hin werden die Häuser im Erdgeschoss zusammen gefasst, formen mit gewerblicher Nutzung einen „urbanen Sockel“ und schützen so die hinteren Häuser vor dem Lärm der Straße. Balkone, die teilweise bis ins Hausinnere reichenden, wurden geschossweise versetzt angeordnet und verleihen so der Fassade eine unaufdringliche Lebendigkeit. Gleichzeitig wird mit ihnen die Massivität der Baukörper gebrochen. Zusammen mit der fast latein-amerikanisch Farbigkeit der Brüstungsbänder, für die als Farbgestalter Jörg Niederberger verantwortlich zeichnet, sowie den metallischen Fensterbändern strukturieren sie die Baukörper und geben der Siedlung ein abwechslungsreiches und farbenfrohes Gesicht.
Fotos: Roger Frei, Zürich
Wovon bitte sprechen Sie eigentlich? Sie vergleichen Farb- und Gestaltungsansätze mit dem Städtebau der 7oer Jahre? Was sollen denn "Stadtzentren gleichen Typs" sein? In der Schweiz?Wo ist da der Zusammenhang? Sie fabulieren von "soziologischen Entwicklungen" und unterstellen, eine bestimmte Architektur oder Farbgestaltung habe automatisch soziale Probleme zur Folge? (Sie wären überrascht Wohnhochhäuser in New York, Sao Paolo oder Brasilia haben eine andere Bewohnerstruktur als solche in Neuperlach oder in Clichy-sous-Bois. Der "Gang dieser bauten" ist keineswegs so geradlinig Richtung Abgrund wie Sie glauben. Schauen Sie sich mal das Barbican an. Wenn Sie bei der Architektursoziologievorlesung nicht anwesend waren, dann empfehle ich Ihnen einfach mal die lesenswerten Werke von Häußermann und Siebel. Darin erfahren Sie wirklich Profundes über den Zusammenhang zwischen Stadt, Architektur und wie Menschen leben? Was meint "sah damals schon genauso aus"? Wahrscheinlich haben Sie die 70er nicht erlebt (schon garnicht als Architekt). Und ihr gönnerhaftes "bildchenmaler" ist auch ziemlich weit weg von der Wahrheit. Die Kollegen in der Schweiz haben unbestreitbar mehr getan als nur ein Haus (an)gemalt. Könnten Sie Ähnliches vorweisen, würde ihnen sicher die Zeit für Ihre dauerndes Kommentieren hier fehlen.
In D hat eine dreiviertel Architektengeneration leider mit mangelnder Entwurfs- und Ausführungsqualität eine Epoche komplett in Verruf gebracht. Echt schade.
Gruß, svenski.