Noppenlounge
Schwimmhallenumbau in Paris
Ibiza-Feeling in Paris: Im 19. Arrondissement haben die Pariser Yoonseux Architectes ein in die Jahre gekommenes Schulschwimmbad aus den 1970er Jahren in ein modern gestaltetes Bad verwandelt. Das pink-schimmernde Noppendesign mit seiner schallschluckenden Wirkung schafft eine loungige Atmosphäre.
Die inzwischen verblassten grün- und orangefarbenen Fliesen ersetzten die Architekten durch ein neues Material- und Farbkonzept: Eine glatte Oberfläche überzieht mit noppenartigen Reliefs besetzte Innenräume des Bassin École Atlas. In Kombination mit wie Zapfen von der Decke hängenden, weißen Zylindern reduzieren die hubbeligen Wände die Schallreflexionen der planschenden Kinder. In einem Arbeiterquartier im Nordosten von Paris gelegen, nutzen noch immer vor allem Schulklassen und Vereine das Schwimmbad.
Neben der schallschluckenden Wirkung war es den Architekten besonders wichtig, in dem zur Außenwelt abgeschlossenen, sehr introvertierten Gebäude fließende Übergänge und eine sinnliche Raumerfahrung zu schaffen. Wände, Böden und Einbauten sind aus einem einheitlichen Material, einem acrylgebundenen, weißen Mineralwerkstoff hergestellt. Diese „solide Oberfläche“ habe nicht nur visuelle, sondern auch erfühlbare sinnliche Qualitäten, beschreiben die Architekten den Werkstoff, der außerdem durch seine glatte, porenfreie Oberfläche hygienische Vorteile für das Schwimmbad bietet: Es gibt keine Fugen, in die Flüssigkeit eindringen und wo Bakterien sich vermehren könnten. Farbakzente setzt das türkisblaue Wasserbecken und ein rosafarbener Duschbereich.
Fotos: Alexandra Mocanu
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