Farbensatte Langelinie
Sauerbruch Hutton gewinnen in Kopenhagen
An der Langelinie sitzt Dänemarks Wahrzeichen auf einem Stein im Wasser: die Kleine Meerjungfrau. Bald bekommt die Top- Sehenswürdigkeit Kopenhagens ernsthafte Konkurrenz. Gerade ist dort der Wettbewerb für ein Bürogebäude auf der Langelinie entschieden worden. Dieses gesellt sich zum Siegerentwurf zweier Hochhäuser von Steven Holl, dem LM-PROJEKT. Er gewann bereits im Oktober den Wettbewerb zu einem „dramatischen neuen Hafeneingang“ (siehe BauNetz-Meldung vom 10. November 2008).
Aus dem jetzigen Wettbewerb gingen zwei gleichwerige Gewinner hervor:
Sauerbruch Hutton (Berlin)
Lundgaard & Tranberg (Kopenhagen)
Aus der Projektbeschreibung von Sauerbruch Hutton Architekten: „Der Neubau ist Teil der städtischen Umwandlung der Hafen-Docks Marmormolen und Nordhavn in eine nachhaltige ‚Stadt der Zukunft‘. Das 15.000 Quadratmeter große Bürogebäude ist als Nullenergiehaus konzipiert. Dort wird die Zentrale der FIH-Bank untergebracht sowie Büros, Konferenz-Zentrum und Restaurant. Unser Vorschlag ist die Kombination der einfachen Volumen eines Lagerhauses mit den Funktionen eines Up-to-date-Bürogebäudes.
Ein zentrales Foyer mit einem großen Atrium macht leichte Orientierung möglich und macht den Blick in die Hafen-Umgebung möglich. Alle öffentlichen Funktionen (Konferenzräume, Auditorium und Cafeteria) befinden sich im Erdgeschoss und sind direkt von der großen Lobby erreichbar. Zu besonderen Anlässen können größere Veranstaltungen auf mehreren Ebenen rund um die skulpturale Treppe stattfinden. An jedem Arbeitsplatz ist die individuelle Kontrolle aller ökologischen Faktoren einschließlich der natürlichen Lüftung möglich.“
Unklar ist zum Zeitpunkt allerdings noch, welcher Entwurf umgesetzt wird.
Ob ein Werk der Architektur nachhaltig ist oder nicht kann man nicht durch Formeln bestimmen. Wie kann ein high-tech Haus, das wirklich 0 Betriebskosten hat, dennoch aber so hässlich ist, dass niemand nach 5 Jahre da drin wohnen/arbeiten/besuchen will, nachhaltig sein?? Aber lassen wir das..
Wie kann man eine hoch-effiziente (muss nicht zero-energy sein, sowas gibt es sowieso _nicht_) Struktur ohne die High-Tech Materialien entwerfen? Klar haben diese eine extrem höhes Primärenergieverbrauch.. Wenn du aber so ein Gebäude einfach mit Holz und Lehm zusammenkriegst, dann Hut ab.
Ich bin aber der Meinung, zero energy (damit meine ich natürlich Betriebskosten, nicht Aufstellungskosten..) in der Architektur gibt es momentan nicht.. Wieso muss es auch?? Ist alles ein Marketingtrick, der von Architekten momentan gerne eingesetzt ist. Besonders bei Hochhäuser..Warum soll ich zB 5 Windturbinen in einem Hochhaus integrieren, in einem Standort (Innenstadt..) wo die Bedingungen gar nicht optimal sind?? Ist es nicht besser wenn diese zB Offshore sind, wo das Potential viel größer ist?
PS "Die so beschworene Energieeffizienz von Glasgebäuden hat doch mit der Realität längst nichts mehr zu tun."
Ohne Glas kann das nichts werden.. Oder gehen wir züruck in die Höhlen?
Spaß beiseite, Glasfassaden sind nicht unbedingt schlecht, man muss aber vom 50er 60er Jahren weg denken.
Komisch, der 50erJahreBlock erfreut sich dieser Begeisterung nicht. Schliesse mich der Meinung meines Vorschreiber / in an:
Wer sich heute für so modern hält, ist vielleicht gar nicht mehr modern, sonder schon von gestern.
- nachdem dieses "Argument" schon so beschränkt ist, dass es keinem Gegenargument mehr bedarf, bleibt doch die Frage, warum???? diese Gebäude unbedingt so anders aussehen müssen?!?!?!?! Die so beschworene Energieeffizienz von Glasgebäuden hat doch mit der Realität längst nichts mehr zu tun.
Uhm - toller Vorschlag. Besonders in einem Forum voller Architekten.