Green Turd
Riesenhügel für London
An der University of Dundee School of Architecture findet seit 21. Mai 2007 eine Ausstellung mit den besten Entwürfen der Absolventen statt. Der Entwurf dreier Studenten, genannt „The Hill“, wurde dabei als Herzstück ausgestellt.
Der britische Theaterexperte Simon Elliot beauftragte die Architektin Kathryn Findlay, und diese gab die Aufgabe an ihre Studenten weiter. Diese schlagen ein neues öffentliches Gebäude direkt neben der Tower Bridge auf dem Potters Field vor, dass vielfältige sensorische Erfahrungen bieten soll. Es beinhaltet u. a. einen Null-Gravitationsraum, ein mutierendes Labyrinth und ein Slow-Food-Restaurant. Wie das alles letzen Endes technisch funktionieren soll, wurde allerdings nicht bekannt.
Der grüne Mega-Hügel, der die Redaktion sowohl an das Kindermärchen „The Golden Turd“ als auch an MVRDVs nie verwirklichten Entwurf für den Serpentine Pavillon erinnert (BauNetz-Meldung vom 23. September 2004), kann außen als Park und innen als Art Space genutzt werden. Die Studenten versuchten möglichst fließende Räume zu entwerfen, um den Bezug von innen nach außen zu maximieren.
Aber leider, leider, wenn man nach Fertigstellung des Entwurfes schon verkünden muss, dass technische Lösungen und Umsetzungen irgendwo herumschweben und nicht zu greifen sind, zweifle ich an der Ernsthaftigkeit und stelle mir zugleich die Frage, wie der Berufsstand mit derartigen Ergebnissen in der Öffentlichkeit wahrgenommen und bewertet wird...Aber das ist in London sowieso anders.