Die Mitte
Richtfest in Berlin
Nur bei wenigen Dingen steht Berlin an der Spitze. Eine der Ausnahmen bildet da die Errichtung von neuen Shopping Malls. Im Frühjahr 2009 ist es wieder soweit. Ein weiteres Glied in dieser Kette öffnet an prominenter Stelle der Hauptstadt. Mit dem Geschäfthaus „die Mitte – Shopping am Alexanderplatz" wird der amerikanische Investor, die Firmengruppe Hines, die südöstliche Platzkante des Alexanderplatzes schließen. Am 18. Juni 2008 wurde Richtfest gefeiert.
Die Planung für das mit über 20.000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche ausgestattene Einkaufszentrum stammt aus der Feder des Düsseldorfer Büros RKW. Das sechsgeschossige Gebäude wird mit seiner Natursteinfassade die Architektursprache und die Traufhöhe des benachbarten „Alexanderhauses“ und des „Berolinahauses“ von Peter Behrens aufnehmen und möchte sich mit der schräg gegenüberliegenden Kaufhoffassade von Josef Paul Kleihues in das Ensemble der Platzbebauung eingliedern. Die 15 Ladengeschäfte des Gebäudes werden alle vom Alexanderplatz aus erschlossen.
Die Planung an dieser Stelle beruht auf dem 1993 von Hans Kollhoff erarbeiteten städtebaulichen Masterplan und dem daraus entwickelten Bebauungsplan für den Alexanderplatz, der auf dem Grundstück auch ein Hochhaus vorsieht, für das bei der Planung von „der Mitte“ Platz gelassen wurde.
Berlin soll sich bitte kein Beispiel an irgendwelchen Plastikstädten wie Hafencity-Hamburg, München-Nord etc. nehmen. Das macht Berlin so einmalig.
Ach ja und das "Steinern-veraltert"-68er-Argument zieht heut auch keinen mehr vom Ofen vor. Im überigen sehen wie zur Fußball-EM die Deutschland-Fahnen an steinernen Häusern viel schöner aus und haben mehr Farbe als an Glaskästen.
man kann gerne klassisch bleiben, und den blobs entsagen (abgesehen davon gibt es ja auch in berlin einen! haben das die berliner schon wieder vergessen?? die bibliothek von foster.)
aber selbst in der "rechtwinkligen, steinernen architektur gibt es zuweilen wesentlich spannendere projekte und tendenzen. daran sollten sich die berliner mal ein beispiel nehmen.
was soll denn jetzt an der fassade besser sein als was davor eh schon 50 jahre auch o.k. war? berlinerisch eben...
meine herren, fade banane..steinern veraltet
du hast recht! Es hat noch kein eindeutiges klassisches Vokabular - es deutet es aber an! Die klassische Formensprache ist die, die wir wieder brauchen!! Du kennst sie ja auch nicht mehr genau - sie wurde uns von irren Architekten geraubt!!
Natürlich kenne ich mich mit Baugeschichte sicher nicht so gut aus wie du! Ich will das auch gar nicht so genau verstehen - sonst würde ich ja die Akademie der Künste - diesen Behnisch-Murx auch noch verstehen. Dann glaub ich aber würd ich die Welt nicht mehr verstehen.
P.S. Bin stolz kein Studierter zu sein!
Die Blobs dieser Welt sind nicht mehr zuzuordnen, diese sind mittlerweile mehr Allerweltsarchitektur als man auf den ersten Blick meint!