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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Restaurantumbau_von_Hitzig_Militello_in_Buenos_Aires_7177643.html

27.04.2020

Korbmaranten, Drachenbäume und Glücksfedern

Restaurantumbau von Hitzig Militello in Buenos Aires


Ein Restaurant in Hollywood – klingt gut, oder? Nur sollte man wissen, dass dieses Hollywood nicht in Los Angeles, sondern in der argentinischen Hauptstadt liegt. Palermo heißt der Stadtteil im Nordosten von Buenos Aires, in den um 1995 eine Reihe von Fernseh- und Film-Produzent*innen zogen. Seitdem wird die Gegend als „Palermo Hollywood“ bezeichnet wird. Heute ist sie vor allem für ihre vielen Restaurants, Clubs und Cafés bekannt. Und genau hier, wo Buenos Aires vergleichsweise grün ist, liegt das Restaurant mit dem Namen Fresco, zu Deutsch Frisch.

Entworfen haben es Hitzig Militello Arquitectos aus Buenos Aires. Sie machten aus einem heruntergekommen wirkenden, eingeschossigen Bau mit weit zurückspringendem Obergeschoss – bei Google Maps ist der Ursprung noch zu sehen – ein erfrischendes, grünes Haus. Da vor allem natürliche Produkte angeboten werden, lag es nahe, Pflanzen, Weiß- und Grüntöne in die Gestaltung einzubeziehen. 190 Quadratmeter im Erd- und 120 Quadratmeter im Obergeschoss standen dafür zur Verfügung.

Die Idee der Architekt*innen zeigte sich darin einen Raum zu kreieren, der an ein Gewächshaus oder einen Garten erinnert. Einfache Materialien, Holzfußboden und eine ganze Reihe stehender und hängender Pflanzen: Farne, Philodendren, Efeutute – auch in Büros beliebt –, Korbmaranten, Drachenbäume, Glücksfedern und Friedenslilien kamen zum Einsatz. Ergänzt wird das Grün, das an Zylindern von der Decke baumelt, um industrielle Details wie gewelltes Aluminium und ein Drahtgitter mit 15 x 15 Zentimeter großen Maschen. Das Geflecht erzeugt wie ein Schleier unterschiedliche Tiefen, zudem bleibt die Originalfassade des Gebäudes sichtbar.

Das Obergeschoss selbst wurde im Vergleich zum Bestand erweitert, indem zwei bisher getrennte Bereiche nun über eine Brücke verbunden sind. Auch hier kam der Maschendraht zum Einsatz, der einerseits als zusätzliche Rankhilfe dient und andererseits einen offenen, aber halbverdeckten Raum schafft. Zudem soll so der Ursprungsbau aus den 1950er Jahren mit seiner alten Fassade erkennbar bleiben, während eine speziell angefertigte Beleuchtung und holzvertäfelte Sitzecken an die mit jener Zeit verbundene Ästhetik anknüpfen sollen. (kat)

Fotos: Federico Kulekdjian


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