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https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Promenadengestaltung_in_Slowenien_4372753.html

29.05.2015

Wilde Wege

Promenadengestaltung in Slowenien


Erst kürzlich konnte das slowenische Architekturbüro ENOTA eine architektonisch anspruchsvolle Parkgarage in Velenje, einer Kleinstadt 60 Kilometer nordöstlich von Ljubljana, fertig stellen. Parallel dazu planten die Architekten aus der slowenischen Hauptstadt die Fußgängerachse neu. Die Promenada ist ein erster Schritt im Revitalisierungsprozess des Stadtzentrums.

Die noch junge Stadt mit heute knapp 35.000 Einwohnern war in den 1950er Jahren nach dem modernistischen Ideal der Gartenstadt angelegt worden. Die zentrale Verkehrsverbindung war vor rund 30 Jahren geschlossen und gepflastert worden, allerdings ohne je ihren Straßencharakter zu verlieren.

Die mit architektonischen Mitteln gestaltete neue Fußgängerzone bereichert das Stadtzentrum mit neuem Raumprogramm und verfolgt dabei die Ursprungsidee der „Stadt im Park“. Obwohl den Architekten die Prämisse „mehr grün, mehr Programm“ zu Beginn der Planungen gegensätzlich erschienen war, gelang es ihnen, genau diesem Anspruch gerecht zu werden.

Aus der Vogelperspektive als ein wildes Wegenetz erkennbar, strömen verschiedene Pfade mal auseinander, mal finden sie wieder zusammen. Ihr Zwischenraum ist bespielt mit „Mikrogestaltungen“ wie begrünten Hügeln und einer Topographie aus Beton.

Vor allem das tief liegende Flussufer des Paka, das sich aus dessen alljährlichem Anstieg erklärt, ist mit einer Schlucht aus in Beton gegossenen Stufen und Sitzgelegenheiten eingefasst. Ihren Höhepunkt findet die Promenadenlandschaft dort, wo sich Wegachse und Fluss kreuzen und ein Amphitheater rund um das Flussbett entsteht. Eine darüberführende Brücke bildet das Bühnenbild für Aufführungen, gleichzeitig erinnert der Blick von dem mit einer Glasbalustrade versehenen Übergang an den eines Zoobesuchers ins Pinguinbecken.

Den Wettbewerb für die Promenadengestaltung hatten ENOTA 2012 gewonnen, das 2,7 Millionen Euro teure Projekt umfasst eine Fläche von 17.000 Quadratmetern. (lr)

Fotos: Miran Kambic


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