Das Kollaborative in der Architektur
Pritzker-Preis für Rafael Aranda, Carme Pigem und Ramon Vilalta
Der Pritzker Preis 2017 geht an die katalonischen Architekten Rafael Aranda, Carme Pigem und Ramon Vilalta, die unter dem Namen RCR Arquitectes arbeiten. Damit ehrt der Preis, der zum ersten Mal an ein dreiköpfiges Team geht, das Kollaborative in der Architektur. Im Jahr 1988 gründeten sie ihr Büro in der katalonischen Stadt Olot und arbeiten seit fast 30 Jahren zusammen.
Ihre Projekte haben, so die Jury, einen starken Bezug zum Ort und der umgebenden Landschaft. Ihre Bauten für die Gemeinschaft reichen vom Kindergarten in Besalú über eine Bibliothek und ein Altenzentrum in Barcelona bis hin zu mehreren Bildungsstätten. Das Soulages Museum (2014) im französischen Rodez gehört zu den Projekten außerhalb ihrer Heimat. Aranda, Pigem und Vilalta helfen uns auf wunderschöne und poetische Art zu verstehen, dass die Antwort auf eine Frage nicht „entweder / oder“ ist, und dass Architektur beides erreichen kann, heißt es in der Begründung.
Es ist das zweite Mal, dass der Preis nach Spanien geht. 1996 erhielt ihn Rafael Moneo. Mit den Juroren Richard Rogers, Benedetta Tagliabue, Kristin Feireiss, Ratan N. Tata, Stephen Breyer, Martha Thorne, Glenn Murcutt, Yung Ho Chang und Peter Palumbo entschied wieder das gleiche Team wie im Jahr zuvor.
www.pritzkerprize.com
Nicht alle Preisträger waren Stars – schon früher nicht. Mehr über die großen Unbekannten in der Baunetzwoche#426: Unknown Pritzkers
Liebe Leute, wir sind mittlerweile im Jahr 2017! Weder die Architektursprache von RCR ist heute noch wirklich interessant noch liefert das Büro in letzter Zeit bahnbrechende Gebäude noch ist diese Auszeichnung ein Zeichen für die Zukunft und den Architektennachwuchs. Naja...
"wir müssen leider auch immer öfter kollegen "aussortieren"."
Sollte die redaktion nicht schauen, dass solche Kommentare aussortiert werden?
Aber interessant, dass sich anhand des Pritzker Preisträgers aus Katalonien sich eine Diskussion über Arbeitsbedingungen ergibt.
Und an "auch an".
Dier Wahl ist noch größer.
Es gibt sogar gute Architektur deren Erarbeitung ohne knechten entsteht.
Qualität des Ergebnisses steht nicht eins zu eins zu Zeit- und Arbeitsaufwand.
Bild 23 stammt übrigens von einer der Sommerakademien die RCR veranstalten, es handelt sich also eher nicht um Mitarbeiter des Büros sondern um Studenten im "Bildungsurlaub" ...