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06.07.2016

Vertikaler Durchblick

Pläne für Uni Tel Aviv


Die Universität Tel Aviv wächst seit ihrer Gründung 1956 langsam, aber beständig. Das neueste Projekt ist das Lorry Lokey Building von Gottesman-Szmelcman Architecture, das bis September 2019 auf vier Etagen die Universität um Vorlesungssäle, Studienräume und Büros erweitern soll. Das israelisch-französische Büro entschied sich, den Campus der Uni nicht mit einem hohen Bau aufzubrechen, sondern das Gebäude teils in die Landschaft sinken zu lassen. Stilistisch passen sie sich der sachlichen Moderne des Bestands des Campusgeländes an.

Den Bau des Lorry Lokey Building teilen Gottesman-Szmelcman in zwei Teile, die über verschiedene Eingänge zugänglich sind. Der untere Bau ist im Souterrain und kann über den terrassierten Garten der anliegenden Musikhochschule erschlossen werden. Unterrichtsräume und das Auditorium befinden sich auf seinen zwei Etagen, die zum Garten hin mit einer verglasten Fassade geöffnet sind.

Als breiter Quader ist das obere, schwebende Volumen sehr klar ausgebildet. Die Architekten möchten dem verglasten Bau horizontale Lamellen an die Fassade fügen, die visuell mit den konstruktiven Etagenplatten zusammenfallen. Diese etwas starr wirkende Anordnung weichen Gottesman-Szmelcman mit einem ungewöhnlichen Detail auf: Für die Durchlüftung des oberen Volumens stechen sie zwei Lichthöfe wie Säulen vertikal durch den schwebenden Bau. Die Betondecke des Vorbaus öffnen sie an dieser Stelle. Wie drei Okkuli lugen schließlich die ausgeformten Ovale auf den schattigen Vorhof.

Dieser Vorhof ist schließlich als soziales Zentrum des Unigebäudes geplant, obwohl es außerhalb liegt. Auf Straßenebene formuliert das weit vorkragende, schwebende Volumen einen sonnengeschützten Hof. Ein doppelgeschossiges, verglastes Foyer bildet den Zugang zum Bau und trägt wie ein Stiel den darüber liegenden Lamellenbau. Ein Café soll sich an dieser Stelle einmal befinden und eine breite Wendeltreppe, die alle fünf Etagen miteinander verbindet, wird als freistehende Spirale in Szene gesetzt. (sj)


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