Neu sortierte Wucht
Pläne für Kölner Schauspielhaus überarbeitet
Seit das Büro Atelier d'architecture Chaix et Morel et associés, Paris zusammen mit dem Kölner Büro JSWD den Wettbewerb für den Neubau des Kölner Schauspielhauses gewonnen hat (siehe BauNetz-Meldung vom 1. Juli 2008), ist nun fast ein Jahr vergangen. In dieser Zeit hat sich einiges am Konzept getan. Das Konzept für den siebengeschossigen Bau wurde nochmal „aufgelöst und in einzelnen Elementen wieder zusammengesetzt“, wie es der Architekt Frederik Jaspert formuliert.
Der siebengeschossige Bau erhebt sich nach wie vor selbstbewusst neben der Oper und fasst den Platz ein. Die Überarbeitung hat nichts an der Gebäudehöhe geändert, aber an seiner wuchtigen Präsenz. Die Volumen werden geschossweise so abgestuft, dass die massive Gesamtwirkung des Gebäudes reduziert wird. In der Länge nimmt es um rund drei Meter zu. Die urspünglich geplante Fassade aus Keramikplatten wird durch eine filigrane Vorhangfassade aus Lamellen ersetzt. Dadurch soll eine leichtere optische Wirkung erzielt werden.
Der Baubeginn soll im Herbst 2010 sein.
Formal ist das Ding einfach eine Katastrophe,
Köln bleibt eben Köln....
Nun wird es Zeit, dass sich die Stadt dem Verkehrsgraben der Nord-Süd-Fahrt endlich widmet - das Rendering suggeriert hier einen schönen Platz, den gibt es nicht. Zur neuen Fassade: Gut, dass sie überarbeitet worden ist! Aber bitte: vielleicht sollte man bei der neuen Lamellen-Fassade direkt einen Wettbewerb daraus machen, es wurde leider schon viel "Lamellen-Schrott" gebaut. Hoffen wir alle auf einen neuen Stadt-Raum für Köln, mit diesem Neubau und dem Museum Kolumba auf der anderen Seite in zweiter Reihe kann er wirklich gut und interessant werden. Viel Erfolg!
Scheint jetzt etwas klobiger, oder täusche ich mich?