Es lebe die Innenstadt
Online-Konferenz
Belebte Straßen in der Innenstadt sind vielerorts vom Aussterben bedroht. Die Gründe sind bekannt: Monofunktionalität, unattraktive Straßenzüge und Plätze, periphere Shoppingmalls, überhöhte Mieten. Als wäre das alles noch nicht genug, setzt die Pandemie nun noch eins oben drauf: Vermehrter Online-Handel, Kontaktbeschränkungen und Ausgangsperren tragen seit über einem Jahr vollends dazu bei, dass die Zentren leergefegt sind. Aktueller und dringlicher denn je ist folglich die Frage, ob und wie wir unsere Innenstädte in Zukunft wiederbeleben können.
Am Dienstag und Mittwoch den 22. und 23. Juni 2021 widmen sich Expert*innen aus 24 Städten dieser Frage während der Online-Konferenz „Vom Kaufhaussterben zum Innenstadtleben“. Diskutiert wird das Thema ausgehend von der Prognose, dass Konsument*innen in Zukunft weniger wegen der Güterbeschaffung, sondern vielmehr wegen des besonderen Erlebnisses in die Innenstädte kommen werden. Ziel der Konferenz ist es, gemeinsam Strategien für die Belebung der deutschen Innenstädte zu erarbeiten. Dafür werden Erfahrungen aus der Bau- und Planungspraxis der unterschiedlichsten Städte – von Kiel und Rostock über Göttingen und Leverkusen bis hin zu Tübingen und Ulm – zusammengetragen und erörtert.
Pandemiebedingt findet die Konferenz online statt, der Livestream ist ebenso wie das Programm unter folgenden Link zu finden:
www.stadtbaukunst.de
Eine Zusammenfassung der gesamten Konferenz wird am Freitag, 25. Juni 2021 um 21 Uhr bei Rhein Main TV ausgestrahlt. Die Podiumsdiskussion am Dienstag zum Thema „Innenstadtleben“ mit Elisabeth Merk, Stadtbaurätin von München, und Christoph Mäckler, Direktor Deutsches Institut für Stadtbaukunst, wird außerdem vom WDR aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt gesendet.
Die Frankfurter Altstadt zeigt nach meiner Ansicht, dass viele Architekten nicht mehr an Utopien und eine bessere Zukunft glauben und dass die Architektenschaft (insbesondere in Deutschland) völlig unpolitisch im Dämmerschlaf dahintaumelt. Die Initiative zur Rekonstruktion der Altstadt ging übrigens von einem rechtspopulistischen Frankfurter Kommunalpolitiker (Wolfgang Hübner) aus. Auch dieses Wissen verdanken wir der großartigen Recherche von Herrn Prof. Trüby, seinem Team und der Arch+ (auch wenn das nie ein großes Geheimnis war).
200 Millionen Euro Steuergeld hat die hessische Großstadt hier in das eigene Stadtzentrum investiert, um mit Steuermitteln einigen Großverdienern den Immobilienbesitz im Herzen der Stadt zu subventionieren.
Als ich Christoph Mäckler las, war mir auch klar, wohin die Reise bei diesem eigentlichen interessanten Thema gehen wird.
Würde mir von Baunetz bei Nennung des "Deutschen Instituts für Stadtbaukunst " auch einen erklärenden Hinweis wünschen, dass es sich hierbei nicht um ein unabhängiges Insitut sondern eine vollkommen subjektive Einrichtung zur Durchsetzung der privaten und extrem rückwärtsgewandten Meinung von Herrn Mäckler handelt.
Wie diese Version von Stadt aussieht lässt sich ja in der Frankfurter Innenstadt bewundern.
Traurig, dass dann ausgerechnet diese Veranstaltung auch noch die Plattform im Öffentlich Rechtlichen erhält...
Dessen Einwürfe schiessen auch manchmal übers Ziel hinaus und verbleiben in einer theoretischen Elfenbeinturmecke, bei der man als Bauender manchmal nur mit dem Kopf schütteln kann.
Wie so oft – die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte liegen.
"In Verlautbarungsgewittern - Kritik des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst"
Dieser ist online verfügbar auf der Website der Arch+:
archplus.net/