Luftiger Campus
OMA gewinnt Wettbewerb in Hongkong
Zusammen mit Leigh & Orange Architects (Hongkong) hat das Office for Metropolitan Architecture (OMA) den Wettbewerb für einen 28.000 Quadratmeter großen Campus bei Hongkong gewonnen. Ab 2012 soll der Campus dem Chu Hai College eine neue Heimat bieten, dessen alte Gebäude in Hongkong inzwischen zu klein geworden sind angesichts ständig wachsender Studentenzahlen.
Der Entwurf sieht zwei längliche Gebäuderiegel vor, die parallel zueinander gestellt sind. Beide Gebäude sind jeweils acht Geschosse hoch und mit „luftigen Fassaden“ umschlossen, wie sich die Architekten ausdrücken. Das bedeutet, dass insbesondere die zueinander gerichteten Seiten der beiden Gebäude nur mit einem offenen Metallnetz versehen sind. Hier sind auch die Erschließungswege zu den offenen, flexibel nutzbaren Etagen angeordnet, so dass zwischen beiden Gebäuden ein deutlich belebter, lebendiger Ort entstehen kann. Von dieser Struktur verspricht sich OMA eine „visuelle Einheit“ für das College sowie eine gewisse Transparenz für die täglichen Abläufe der Universität.
Unterirdisch sind die beiden Gebäude mit mehreren Etagen verbunden, in denen sich Bücherei, Cafeteria, ein Veranstaltungssaal und ein Sportstudio verbergen. Der Bereich zwischen den beiden Gebäuden ist mit Stufen und Terrassen gestaltet, hier können die Studenten die Zeit zwischen den Veranstaltungen verbringen – oder auch Freiluftveranstaltungen durchgeführt werden. Die hügelige Lage des Campus' bot eine solche Lösung an. Der Abstand der beiden Gebäude ist darüber hinaus so gewählt, dass die natürliche Belüftung maximiert wird, der Bedarf an künstlicher Lüftung soll dadurch um 15 bis 30 Prozent reduziert werden.
Mehrere Gebäude, die von der britischen Armee hier hinterlassen wurden, können durch diese „konzentrierte und effiziente Gestaltung“ bewahrt bleiben – hier werden nun Unterkünfte und die Mensa für die Studierenden untergebracht.
aber da liegt auch ein Problem. Das Wetter in HK ist entweder kuehl, regnerisch oder sehr schwuel heiss. Man muss das aus der Perspektive der HK-Chinesen bzw. Asiaten sehen; die Europaeer orientieren und oeffnen die Architektur zur Sonne. In Asien, im tropischen Klima, da ist die Sonne im Gebauede unerwuenscht und die meisten Menschen meiden sie auch. Aus gutem Grund...
Deswegen ich kann mir vorstellen, dass der Zwischenraum, wie wir uns vorstellen, so nicht in Wirklichkeit genutzt wird. Erstrecht wenn ich an die Monsoonzeit denke...
Anyway, ich wuerde wirklich gern wissen, wo die Idee fuer die Fassade herkommt?
Das ist nich Deutschland im Winter, sonder Hongkong. Niemand will sich dort in die Sonne legen. Mich überzeugt dieser Entwurf!