Mahanakhon Tower
OMA-Entwurf für Bangkok vorgestellt
Krung Thep Mahanakhon ist der offizielle Name der thailändischen Haupstadt und heißt übersetzt so viel wie Stadt der Engel. So lag es für das Büro von Rem Koolhaas nur nahe, ihren Entwurf für die thailändische Riesenmetropole nach dieser Bezeichnung zu benennen.
Der Entwurf, der aus der Feder des OMA-Kompagnons und Kopf des Büros in Peking Ole Scheeren stammt, wurde gestern in Bangkok der Öffentlichkeit vorgestellt. Der 515 Millionen Dollar teure Komplex wird 200 Wohnungen, ein 150-Zimmer-Hotel der Marriott-Kette und natürlich zahlreiche Büro- und Gewerberäume beinhalten.
Das Außergewöhnliche des rund 300 Meter hohen, 77-stöckigen Gebäudes bildet sicherlich die an bestimmten Stellen aufgelöste Kubatur. Als Entwurfsgedanke steckt, so Scheeren, die Stapelung architektonischer Pixel dahinter, die durch Unterbrechungen in der ansonsten glatten Vorhangfassade verschiedene Terrassen- und Außenräume generiert. Diese „frenetic expression“ des Entwurfs, so Scheeren weiter, entstand aus der intensiven Atmosphäre der thailändischen Hauptstadt, die er als die intensivste und chaotischste Stadt Südostasiens beschreibt.
Eine andere Besonderheit des Entwurfs bilden die „bi-fold balcony windows“, die es den kleineren Apartments erlauben, statt einer Außenterrasse ihre Wohnzimmerfassade komplett zu öffnen und somit das ganze Zimmer in einen Balkon zu verwandeln.
Baubeginn ist noch in diesem Jahr und die Fertigstelllung für 2012 geplant.
Die Architekten der 20er jahre konnten eben doch etwas eleganter und kreativer mit dem Kubus spielen. Gute Architektur ist organisch gewachsene Form, den Geist der Zeit entsprechend. Neue Architekten braucht das Land oder auch die Welt.
Makaberer geht es nicht
Ich finden den Entwurf gut und frisch wenn man ihm mit anderen zeitgenoessichen Hochhäusern vergleicht. Wenn hier kopiert wird dann OMAs eigener Entwurf für den vertikalen Kampus vor einigen Jahren.