Türme für Frankfurt
Neubau der Zentralbank von Coop Himmelb(l)au
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat gestern bekannt gegeben, dass die Hauptbauarbeiten für einen Neubau der Bank in Frankfurt im Frühjahr 2010 beginnen. Das Büro Coop Himmelb(l)au hatte den Wettbewerb bereits im Jahr 2005 gewonnen.
Das Projekt ist im Frankfurter Ostend gelegen und wird auf dem Gelände der Großmarkthalle gebaut. Der rund 185 Meter hohe Doppelturm in polygonaler Form mit Ost-West-Orientierung soll von allen wichtigen Standorten der Frankfurter Innenstadt und vom Main aus sichtbar sein. Die Architekten erläutern, die Großmarkthalle verbinde sich mit dem vertikalen Profil der Türme zu einem Ensemble, das sowohl das lokale städtebauliche Umfeld als auch den stadträumlichen Gesamtkontext berücksichtige. Ein Spannungsfeld zwischen dem Frankfurter Bankenviertel und dem Ostend solle entstehen.
Wolf D. Prix äußerte sich nach der Bekanntmachung des EZB mit den Worten: „Ich denke, es ist nicht nur für uns eine wichtiges Gebäude, sondern auch für die EU, weil das Gebäude eines der wichtigen dreidimensionalen Zeichen der Europäischen Gemeinschaft werden wird. Ich bin auch stolz, dass wir das Gebäude ohne Abstriche und ohne Kompromisse in vorgegebenem Budget realisieren werden.“
Kritiker werfen dem Projekt einen zu rabiaten Umgang mit dem Denkmalbestand der Großmarkthalle vor. Die Eröffnung der Europäischen Zentralbank ist für 2014 geplant.
Platz. Vom Himmel und vom Wasser aus als
signifikantes Kennzeichen für Frankfurt zu er-
kennen. Und dass auch die Gedenkstätte
dank Wettbewerb hervorragend intergriert
und finanziert werden kann, passt ins Gesamt-
bild.
das war auch vorher bekannt, dass es zu diesen zahlen geht. nur wurde zuviel spekuliert..
@meckerer: woher wollen sie das wissen?
@elsässer: und wie schaut das bessere dann aus?
was ist denn ihr blanker hohn? von städtebau haben manche halt keine ahnung...bzw. wissen eben nicht wovon sie reden.
Ansonsten leider schlechter städtbau, ignorierte denkmalsubstanz und dann noch nicht mal progressiv, sondern ein klassisches bürohochhaus mit all seinen fehlern. Wird auch nicht besser, wenn man eine geshapte Fassade drumherumwickelt..
"wichtigstes dreidimensionales Zeichen der EU" klingt jetzt schon sowas von überholt.
Die alternden Stars der Architekturszene.. einfach nur noch traurig.
Den Ort halte ich für sehr gut. Die Hanauer ist in den letzten jahren förmlich aufgeblüht und das kommerziell, aber auch kulturell. Eine weitere "Stadtakkupunktur" ist hier sicher mehr als gut.
Das Mainufer wurde ja bereits fast bis vor die EZB erneuert und nutzbarer gemacht. Genau nebenan geht auch noch eine Eisenbahnbrücke über den Main, superschöne Industrieromantik, da ist so ein Leuchtturm auch nicht falsch.
Und nochwas zu diesem "zentrale Lage" gewäsch. Als würde irgend jemand aus der EZB mal kurz zur Commerzbank "rüberlaufen". Selbst wenn die Türme nebeneinander stehen würden, wäre keinerlei "Kommunkationsverbesserung" abzusehen. Die Hanauer hingegen bindet direkt an die 661 an und hält damit auch die dicken Wagen der EZBler aus der Innenstadt. Kann ich eigentlich auch NUR befürworten.
Warum das bei allen anderen der grossen Zentralbanken selbstverstaendlich ist und nur bei EZB und Bundesbank nicht, ist wohl ein deutsches staedtbauliches Phaenomen.
Und, die EZB Mitarbeiter fluchen jetzt schon...