Zacken vor dem Bahnhof
Museumsneu- und Umbau bei Paris
Nicht mehr benötigte Empfangsgebäude von Bahnhöfen werden auch in Frankreich immer öfter für Kulturzwecke umgenutzt. In der Gemeinde Suresnes, die westlich vom Bois de Boulogne an das Pariser Stadtgebiet angrenzt, wurde jetzt das Bahnhofsgebäude der Station Suresnes-Longchamp zum Stadt- und Sozialmuseum „MUS“ umgebaut. Der Bahnhof aus dem Jahr 1889 bekam dazu einen gezackten eingeschossigen Anbau. Die Pläne stammen von den Architekturbüros Encore Heureux und AAVP (beide Paris).
In den Augen der Architekten bildet der Erweiterungsbau, der aus eingefärbtem Beton gegossen ist und glatte, leicht schräg stehende Wände auffaltet, die „Gründung“ für das Bahnhofsgebäude. Dieses wurde in seiner ursprünglichen Form bewahrt und beherbergt nun auf zwei Geschossen die Dauerausstellung. Von hier aus ist auch das Dach der Erweiterung zugänglich, das als begehbare Terrasse für Sonderveranstaltungen unter freiem Himmel dient. Empfang, dienende Räume und die Wechselausstellungen finden Platz im Erweiterungsbau.
Das Farb- und Materialkonzept thematisiert das Zusammentreffen von alter und neuer Architektur: Am Außenbau imitiert der Beton den weichen Farbton des Natursteins, während innen im Altbau „die Museografie die hellen, verspielten Töne des Ziegels erweckt“ (Architekten).
Fotos: Luc Boegly und Cyrus Cornut
- Ich schätze, der Bahnhofsvorplatz ist als Platz nicht mehr benötigt worden. Vermutlich lässt die Gegend und/oder der Ort einen adäquaten Bahnhofsvorplatz nicht zu und bevor man eine öde Drecksfläche hat, baut man ihn zu.
- Der Blick auf das Gebäude ist doch gar nicht verschwunden. Was man nicht mehr sieht, war der einseitige halbunterirdische Sockel ohne Durchblick und vermutlich mit Einblick auf Treppen u.ä.
- Wie im Text schon steht: Fundamente...
ist es aber leider nicht.....
den ganzen vorplatz zugebaut, schade
Umso mehr bin ich enttaeuscht wenn man die Ausarbeitung sieht:
- Der Bahnhofsvorplatz ist voellig verschwunden, dabei haette man ihm doch (gerade durch die Freiheit die einem diese Zackenform bietet) ein wenig Raum lassen koennen.
- Warum gerade der Blick auf das Bahnhofsgebaeude verschwunden ist mir nicht begreiflich, das haette durchaus eine gewissen Prioritaet verdient.
- die Schraegen... mein Gott, wenn es das einzige Problem waere koennte man es Achselzuckend abtun, aber ich finde sie, vor allem mit den anderen Problemen die der Bau mMn hat, voellig deplaziert.
- Die Details im Innenraum finde ich schmerzhaft. Die Uebergaenge verschiedener Bodenbelaege, sowie die Stosskanten am Boden finde ich voellig lieblos ausgefuehrt.