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31.03.2016

Modern mit 35

Münchner HVB-Tower nach HENN-Sanierung


Silbergraues Green-Building: Nach dreijähriger Bauzeit konnten HENN die Sanierungsarbeiten des denkmalgeschützten Hypo-Hochhauses (1970–1981) am Münchener Arabellapark abschließen. Ihre Planungen verwandeln den 114 Meter hohen, spacig anmutenden Stelzenbau mit seiner silbrig schimmernden Fassade in einen modernen Bürobau, der sich durch ein nachhaltiges Energiekonzept auszeichnet.

Das Projekt sei in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege sowie Oliver Betz, dem Sohn der Urheber des ehemaligen HVB-Hochhauses Bea und Walther Betz, entstanden. Größte Herausforderung und oberstes Ziel der Maßnahmen stellte für Gunter Henn die Bewahrung des äußeren Erscheinungsbildes mit seiner außergewöhnlichen Konstruktion dar. Das heutige Wahrzeichen mit seinen markanten Fassadenelementen sei so geplant gewesen, dass sich der Himmel und somit der Wechsel von Wetter, Tages- und Jahreszeiten in ihm spiegelten. Teile der Bestandsfassade wie etwa die 6.000 Aluminiumpaneele wurden gereinigt und wiederverwendet, andere durch recyclingfähige Neuteile ersetzt. Die Einführung einer zweischaligen Elementfassade mit integriertem Lüftungs- und Sonnenschutzsystem sei kaum wahrnehmbar.

Die 250 Millionen Euro teure Sanierung beinhaltet neben der energieeffizienten Fassadensanierung auch den Umbau des Hauses zu einer modernen Bürolandschaft im Inneren. Während außen das Bild eines in den frühen Achtzigerjahren entstandenen Hochhauses gewahrt bleibt, wich der Mief der Siebziger- und Achtzigerjahre im Inneren einem skulpturalen Foyerausbau. Der aus unterschiedlichen Winkeln und Neigungen aufgefaltete Empfangsbereich erstreckt sich über zwei Geschosse und rahmt den Blick hinauf in den Turm. Ein „Smart working“-Konzept ersetzt die klassischen Büros: Von nun an biete eine dynamisch flexible Schreibtischlandschaft Platz für 1.400 statt 1.100 Menschen.

Mit seinen 35 Jahren zählt das 2006 unter Schutz gestellte Hochhaus nun zu einem der „modernsten Bankgebäude Europas“, so die HypoVereinsbank. In einem nächsten Schritt plant das Unternehmen, auch den „Flachbau Nord“ neben dem Turm als zukünftigen Sitz für Investmentbanker zu sanieren. (lr)

Fotos: HG Esch



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