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16.04.2018

Neues aus der Zürcher Agglomeration

Meier Hug planen Wohnhochhaus in Dübendorf


Wohnüberbauung am Chriesbach – das klingt lauschiger als es sein wird. Denn das kürzlich vorgestellte Projekt für ein Wohnhochhaus in Dübendorf liegt mitten in der Zürcher Agglomeration, zwischen Bahnviadukt, breiten Straßen, Überlandtram und Autobahnanschluss. Trotzdem dürfen sich die zukünftigen Bewohner auf ein interessantes Setting freuen, denn gerade Dübendorf entwickelt sich rasant und wird von Jahr zu Jahr dichter und spannender. Bestes Beispiel: Die viel beachtete Wohnbebauung Zwicky Süd quer gegenüber des neuen Wohnhochhauses.
 
Verantwortlich für den geplanten 13-Geschosser mit 25 Prozent Gewerbeanteil ist das Zürcher Büro Meier Hug Architekten. Die landschaftsarchitektonische Gestaltung stammt vom Büro Manoa aus Meilen. Bauherr ist Antonio Cerra, Gründer und CEO des Schweizer Modelabels Zebra. Die Zürcher konnten sich im einstufigen Wettbewerb auf Einladung gegen fünf Konkurrenten behaupten.

Sie setzten beim Hochhaus auf eine aufgefächerte Grundform, die mit dem Verlauf des Bachs korrespondiert und in seiner Kompaktheit „ein hohes Maß an Freiraum“ gewährt, wie das Preisgericht betont. Der zweigeschossige Sockelbau, in dem die Gewerberäume liegen, schließt dicht an und verfügt über einen kleinen Innenhof. Baukörper, Bach und Freiraum würden geradezu zu einem Gesamtgefüge verschmelzen, urteilt die Jury.
 
Vier oder fünf Mietwohnungen wird es auf jedem Geschoss geben. Deren Grundrisse und vielfältige Orientierung lobte das kleine Preisgericht unter Vorsitz von Andreas Galli ganz besonders. Erschlossen wird das Hochhaus nur durch einen Lift und ein innenliegendes Sicherheitstreppenhaus, das von allen Wohnungen aus direkt über den kurzen Korridor erreicht wird. Laut Schweizer Brandschutzvorschriften genügt das. Bei den Fassaden setzen die Architekten auf eine vertikale Gliederung. Fenster und geschlossene Wandflächen mit „gerillten dunklen Klinkersteinen“ wechseln sich ab. (gh)


Zum Thema:

Wer mehr über Dübendorf und die aktuellen Wohnexperimente in der Zürcher Agglomeration erfahren will, dem sei die Baunetzwoche #494 ans Herz gelegt.


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