Kassettendecke in Caminha
Markthalle von Loftspace und Tiago Sousa
Im Norden von Porto, direkt an der spanischen Grenze liegt die Kleinstadt Caminha. Der Ort ist sowohl durch seine Lage an der Mündung des Rio Minho, der Portugal und Spanien voneinander trennt, als auch durch die Nähe zum Atlantik geprägt. Zugleich besticht er durch einen denkmalgeschützten Ortskern. In der Nähe der historischen Altstadt haben Loftspace (Porto) gemeinsam mit Tiago Sousa (Viana do Castelo) im vergangenen Jahr eine robuste Markthalle realisiert.
Der neue Mercado Caminha ersetzt eine flache Halle, die ursprünglich – nämlich vor über 40 Jahren – als Provisorium entwickelt worden war und den Ansprüchen an den heutigen Marktbetrieb nicht mehr gerecht wurde. Die Fundamente des Vorgängerbaus blieben erhalten, die Struktur darüber wurde neu gebaut. Das kompakte Volumen steht parallel zum Flussufer hinter einer Straße mit großflächigem Parkplatz.
Von den feingliedrigen, historischen Strukturen der Altstadt setzt sich der Neubau mit einer Fläche von 900 Quadratmetern deutlich ab. Er wurde gänzlich in Beton realisiert, lediglich der Sockel ist mit hellem, warmem Naturstein verkleidet, der sich mit großformatigen Glasflächen abwechselt. An allen Seiten umrahmen schlanke Betonstützen das Gebäude und bilden Arkadengänge. Die Nordseite wird durch auskragende Natursteinwände betont, die die verschiedenen Zugänge markieren.
Das schlichte, quaderförmige Gebäude gliedert sich im Inneren in drei klar ablesbare, gerasterte Zonen: Im Norden befinden sich Personalräume, Anlieferung und Kühlraum sowie Verwaltung. Die Verkaufsflächen liegen im Zentrum. Der südliche Bereich bringt Sanitäranlagen sowie vier separate Ladeneinheiten unter, die sowohl von außen als auch von innen zugänglich sind. Prägendes Gestaltungselement ist die strenge Kassettendecke aus Beton, in die acht Oberlichter integriert wurden. Neben dem Verkauf von frischen Waren wie Obst, Gemüse und Meeresfrüchten wird die Halle als Veranstaltungsort für beispielsweise Kongresse und Festivals genutzt. (gk)
Fotos: Ivo Tavares Studio
aber beim zweiten blick ist das, auch hinsichtlich der umgebung, nutzung, wind und wasser sicher die nachhaltigere variante eines schönen soliden einfachen grossen daches mit untergestellten nebennutzungen
Autos baut man ja schließlich auch nicht aus Kork. Auf die Scnhelle fällt mir kein besserer Vergleich ein. [Anmerkung der Redaktion: Wir haben Teile Ihres Kommentars gelöscht, da diese gegen unsere Regeln verstoßen: Schreiben Sie zur Sache. Teilen Sie etwas Neues mit. Nennen Sie Argumente. Keine Beleidigungen. Verzichten Sie auf einen aggressiven Tonfall. Bitte schreiben Sie Ihren Namen. Verwenden Sie keine Links im Text.]