Goetheplaza
Mäckler baut Luxusgeschäfte in Frankfurt
Die Neubebauung der Goetheplatz-Westseite in der Innenstadt von Frankfurt/Main startet demnächst: Nach Abriss der vorhandenen 50er-Jahre-Bauten wird an den Adressen Goetheplatz 5 bis 11 ein Neubau nach Entwurf des Frankfurter Architekten Christoph Mäckler errichtet. Das Projekt wird unter der Marketing-Bezeichnung „One Goetheplaza“ entwickelt und soll in den ersten beiden Geschossen auf 4.900 Quadratmetern Geschäfte für Luxusbedarf und darüber auf 6.700 Quadratmetern Büros enthalten. Wohnungen werden an dieser „1a-Lage“ (Investor) nicht errichtet.
Im Jahr 2009 hatte der damalige Investor einen beschränkten Wettbewerb mit acht Büros durchgeführt, aus dem drei Projekte ausgesucht wurden: Neben Mäcklers Entwurf waren dies auch KSP Architekten (Frankfurt/Main) und eine umstrittene Großform von Zaha Hadid. Später wurde dann der Mäckler-Entwurf favorisiert, dann zog sich jedoch der Investor zurück. Am 15. November legte jetzt ein neuer Investor diese neuen Visualisierungen vor, die nun realisiert werden sollen.
Der Mäckler-Entwurf simuliert eine Abfolge einzelner Häuser mit je sieben Voll- und einem Staffelgeschoss. An der Ecke zur Goethestraße entsteht ein Eckturm mit Glasdach. Die Fassaden sind mit Naturstein verkleidet.
Der Abrissbeginn soll in Kürze erfolgen, Baubeginn ist im ersten Quartal 2012, die Fertigstellung soll bereits 2013 sein.
aber je mehr dieser aufgebrezelte investorenschrott mit den dünnen steinplatten davor in mäcklers opus die oberhand bekommt, desto weniger kann ich dieses opus gut finden.
und es stimmt schon. die fassaden sind reine tapete, beliebige dekoration vor den dahinter durchlaufenden geschossen gleicher höhe. ein haus, viele adressen, wenig architektonischer tiefgang. otto normalverbraucher wird's schon nicht stören. wer braucht schon tiefgang, kultur? hauptsache, die kasse stimmt und der schöne schein ist gewahrt, in bankfurt.
immerhin sind es handwerklich schön gemachte renderings. bauen müsste man es meinetwegen nicht mehr.
Früher....Früher war der Beruf des Architekten auch einer, der Respektiert wurde, früher haben Absolventen nicht 2 Jahre gratis gearbeitet,
früher gab es in einem 20 Mann Büro nicht 12 Praktikanten...Und dann diese Lobhudelei der ''Architekturstars'' wo die Leute Jahre für nen Hungerlohn arbeiten oder noch Geld mitbringen müssen und im Namen des Herren X zu arbeiten...Kopieren und Fassenarchitektur, kein Wunder...Diese Gesellschaft legt nunmal keine Wert auf gute Architektur, auch wenn wir uns gerne das Gegenteil erzählen.
das ist angesichts der globalen bewegung wie "occupy" gerade in einer stadt wie frankfurt, die von genau diesem finanzbetrug lebt, nicht nur geschmacklos, sondern auch unklug. das geht nach hinten los, sowas ist heute nicht mehr auf diese weise vermarktbar und lässt sich den bürgern nicht mehr vermitteln.
aber wie immer wird man genau an diesen überlegungen und konzepten am ersten gespart haben.