Hamburg Innovation Port
MVRDV gewinnen Masterplan-Wettbewerb
Der Hamburger Stadtteil Harburg ist schon seit den späten Siebzigerjahren Schauplatz einer sehr bewussten Wissenschafts- und Innovationspolitik. Damals wurde dort die Technische Universität gegründet, deren Technologietransferstelle seit 1982 die Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen aus der Privatwirtschaft fördert. Um den so entstandenen Netzwerken Raum zu geben, wird der einstige Binnenhafen seit über einem Jahrzehnt als „Channel Hamburg“ in ein Technologie-Quartier verwandelt – auch wohnen kann man dort inzwischen.
Mit der Planung eines der letzten großen Areale wurden nun MVRDV beauftragt – das Rotterdamer Büro konnte sich in einem nicht-offenen Wettbewerb des Entwicklers HC Hagemann durchsetzen. Das Vorhaben nennt sich „Hamburg Innovation Port“ und umfasst eine Geschossfläche von über 70.000 Quadratmetern. Vorgesehen sind Büros, Konferenzräume, Forschungseinrichtungen, Labore und Hotels. Entlang mehrerer Gassen platzieren MVRDV vier langgestreckte Gebäudevolumen, die mit Brücken verbunden sind. Auch eine bestehende Halle wird in das Ensemble aufgenommen.
MVRDV entwickeln das Projekt zusammen mit dem Berliner Büro morePlatz, für eines der Bauwerke stehen bereits Hadi Teherani Architects (Hamburg) als Gestalter fest, die sich ebenfalls am Wettbewerb beteiligt hatten. Weitere Büros sollen beauftragt werden, wenn das Projekt in den nächsten Jahren in mehreren Phasen umgesetzt wird. Variierende Gebäudehöhen innerhalb der Bauabschnitte sollen dann auch räumlich für Abwechslung sorgen, während das Hotel als weiterer Akzent auf einer künstlichen Insel im Hafenbecken geplant ist. (sb)
Nur, weil die meisten Büros ihre Darstellungen manipulieren, heißt das nicht, dass es richtig ist. HdM kriegen es bspw. in der Regel hin, das einzulösen, was sie in ihren Wettbewerbsdarstellungen versprochen haben.
Bleiben sie doch sachlich und werden nicht aggressiv nur weil hier die Arbeit eines Rotterdamer Starateliers in Frage gestellt wird.
Wo sind die Qualitaeten des Entwurfs? Bin ich hier in Hamburg, Simbabwe oder Kingstown ?
Ihre Aussage ist im Kern falsch. Dem Bauherrn und der
Oeffentlichkeit kann kein falsches Bild gezeigt werden sondern es muss die Idee auf intelligente Weise aufgezeigt werden. Nicht umsonst haben diese Starateliers unseren Ruf und unsere Bezahlung verschlechtert. Das werden sie auch beim Berufseintritt merken !