Zackiges Audimax
Libeskind in Lüneburg
Auch wenn der zackige Entwurf von Daniel Libeskind für das neue Zentralgebäude der Leuphana-Universität Lüneburg an einen Blitzeinschlag erinnert – seine Realisierung geht alles andere als blitzschnell voran: Vor knapp dreieinhalb Jahren stellte der New Yorker Architekt seine Pläne vor, die er als nebenamtlicher Professor gemeinsam mit Studenten der Leuphana entwickelt hatte (siehe BauNetz-Meldung vom 28. Juni 2007). Mehr noch: „Im Rahmen seiner Lehrtätigkeit für die Leuphana-Universität hat Daniel Libeskind eine Reihe von Seminaren zur Konkretisierung und Erweiterung seines Entwurfs mit Studierenden unterschiedlicher Fachbereiche durchgeführt und deren Resultate in seine Konzeption aufgenommen“, heißt es auf deren Internetseite.
Nachdem das auf 60 Millionen Euro geschätze Prestigeprojekt lange umstritten war und seine Finanzierung als unsicher galt, segnete der Stiftungsrat das Konzept noch gerade vor Jahresende ab. Jetzt soll die Finanzierung ganz ohne private Investoren erfolgen, stattdessen stellen nun neben dem Land Niedersachsen, dem Landkreis Lüneburg und der Europäischen Union die jüdischen Gemeinden Niedersachsens einen Betrag von 6,9 Millionen Euro bereit.
Im Frühjahr wird nun der Grundstein für das Gebäude gelegt, das ab 2014 mit 38 Metern und seinen trapezförmigen Fenstern weit über den Backsteincampus und die roten Giebelhäuschen der Lüneburger Altstadt hinausstrahlen wird. Das hofft zumindest Oberbürgermeister Ulrich Mägde, der die Entscheidung begrüßte und ankündigte, das Projekt schnellstmöglichst umsetzen zu wollen.
Das ambitioniert gestaltete Hörsaalgebäude mit angegliedertem Studentenwohnheim und Gästehaus symbolisiere außerdem den Wandel der Universität, die als eine der ersten Hochschulen Deutschlands ihre Studienmodelle und Prüfungsordnungen auf das Bachelor-Master-System umstellte.
Selten so ein absurdes Zeug gehört. Liebes Baunetz: Wolltet ihr das unkommentiert lassen? Dieser Unfug muss doch verindert werden.
Ich kann auch nicht verstehen, wie man einer solchen Prüfungsordnung noch ein Denkmal setzen kann. Man muss wohl aus Lüneburg kommen, um diese Fragen beantworten zu können. Sieht ganz Lüneburg so aus? Ist Lüneburg so langweilig, dass man sich ein solchen Bauwerk leisten muss/kann?
Was soll man dieser Realsatiere noch hinzufügen?