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08.01.2026
Schnittstelle von Uni und Klinik
Lern- und Forschungszentrum in Düsseldorf von Atelier 30 Architekten
Im Süden Düsseldorfs erstreckt sich ein gemeinsamer Campus des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) und der Heinrich-Heine-Universität (HHU) über rund 130 Hektar. Getrennt werden beide Bereiche lediglich durch eine parkartig überdeckte Autobahn. Genau an dieser Nahtstelle ist nun ein Neubau entstanden, der programmatisch wie städtebaulich vermitteln will. Am südlichen Rand des Klinikums, direkt am grünen Trennstreifen gelegen, wurde ein Lehr- und Lernzentrum nach Plänen von Atelier 30 Architekten (Kassel) fertiggestellt.
I²L²med lautet der zunächst kryptische Name des Gebäudes, das von beiden Institutionen genutzt wird. Die Abkürzung bezieht sich natürlich auf die sperrige Langversion Innovatives und interdisziplinäres Lehr- und Lernzentrum Medizin, der zugleich den Anspruch des Projekts klarmacht. Lehre, Forschung und Praxis sollen hier zusammengeführt werden.
Hervorgegangen ist der Bau aus einem nicht-offenen Wettbewerb, den das UKD 2018 auslobte. Der Neubau zeigt sich als dreiteilige Figur aus ineinander geschobenen Quadern, die außen klar ablesbar sind. Nach Osten staffeln sich die Volumen ab – laut Architekt*innen als Reaktion auf die dortige kleinteiligere Wohnbebauung. Die beiden nördlichen Gebäudeteile werden über mittig angeordnete Atrien belichtet.
Mit einer Bruttogrundfläche von knapp 14.000 Quadratmetern (wobei die Nutzfläche rund 7.140 Quadratmetern entspricht) vereint das Gebäude eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungen: ein Zentrum für Makroskopische und Klinische Anatomie, zwei Hörsäle, mehrere Seminarräume mit einem Foyer für größere Veranstaltungen, ein Trainingszentrum für ärztliche Kernkompetenzen inklusive eines Simulationszentrums sowie ein Zentrum für digitales Lehren, Lernen und Prüfen. Die publizierten Fotos zeigen eine überwiegend klinisch-weiße Innenraumgestaltung, insbesondere in den Atrien, die durch Sitzstufen und punktuelle Bepflanzung aufgelockert werden. Grundrisse und Schnitte ließ die Bauherrin nicht veröffentlichen.
Nach außen gibt sich der Bau betont sachlich. Eine vorgehängte Metallfassade aus schmalen, vertikal stehenden Paneelen prägt das Erscheinungsbild. Vor den Fensteröffnungen sind drehbare Großlamellen angeordnet, die das strenge Raster stellenweise in Bewegung bringen und zugleich als Sonnenschutz fungieren. Für das Projekt investierte das UKD rund 65 Millionen Euro in den Kostengruppen 200 bis 700. (gk)
Fotos: Werner Huthmacher
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