Bildhaueratelier mit Gästezimmern
Kulturzentrum von 2001 in Rümelingen
Die luxemburgische Kleinstadt Rümelingen (auch Rëmeleng/ Rumelange) dürfte demnächst einige kulturell interessierte Gäste mehr empfangen. Denn dort hat kürzlich das Kulturzentrum Spektrum eröffnet. Es bietet einerseits Gästezimmer und Räume für Workshops und Veranstaltungen und widmet sich andererseits dem Leben und Werk des Bildhauers Albert Hames (1910-1989).
Den Ausgangspunkt des Zentrums bildet das Wohn- und Atelierhaus des Künstlers, das dieser in den 1950er-Jahren auf der Scheune des elterlichen Bauernhofs errichtet hatte und das 2011 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das Architekturbüro 2001 aus Esch-Alzette hat dieses Haus saniert und um einen 420 Quadratmeter umfassenden Neubau erweitert. Die Innenausstattung übernahm das Büro NJOY architecture inside aus der Stadt Luxemburg.
Glücklicherweise war das Atelier von Albert Hames nach dessen Tod 1989 komplett erhalten geblieben. Die Architekt*innen legten denn auch großen Wert darauf, den Detailreichtum beizubehalten und den Originalzustand wiederherzustellen, indem sie nachträglich aufgebrachte Verputzungen entfernten. Den Neubau fügten sie nebenan als Sichtbetonkonstruktion in die dicht bebaute Hanglage des Ortes und verkleideten ihn mit Aluminiumblechen. Büros sowie zwei Gästeapartments und vier Werkstätten sind darin untergebracht. Sie können zum Beispiel für Ausstellungen, Tanzperformances oder Konzerte genutzt werden.
Von hier aus eröffnen sich weite Ausblicke auf das Tal und die Zementfabrik von Rümelingen. Nicht zuletzt möchte die Stadt, die als Bauherrin des Kulturzentrums auftrifft, Gäste und Einheimische zusammenbringen, neue Perspektiven ermöglichen, das Zugehörigkeitsgefühl der Bewohner*innen stärken und die Diskussion über das lokale, das materielle und das immaterielle Erbe anregen. Mittelfristig, so heißt es auf der Webseite des Kulturzentrums, sollen zehn Gästezimmer und Studios zur Verfügung stehen. (fm)
Fotos: Simone Bossi, Ludmilla Cerveny
Super!
mir geht das reflexhafte, irgendwie präpubertäre und reichlich abgeschmackte verächtlich machen von projekten, menschen und orten, die nicht dem horizont des schreibenden zu entsprechen scheinen, zunehmend auf die nerven. vor allem, weil das ganze jedesmal gleich schlecht als 'architekturkritik' getarnt ist. geht's eigentlich noch niveauloser?
oder versucht man so die grade hippen collagierten pastelltönigen wettbewerbs-innenperspektiven zu realisieren?