Warmer Cortenstahl
Krankenhauserweiterung in Frankreich
Das französische Büro Arodie Damian Architectures (Paris) schickt uns sein kürzlich fertig gestelltes Projekt: eine Krankenhauserweiterung, die das Büro im nordfranzösischen Fourmies realisieren konnte.
Der zweigeschossige Baukörper, in dem sich 21 Krankenzimmer, mehrere Behandlungsräume sowie eine geschlossene Station für psychische Kranke befindet, schließt direkt an den Altbau an. Vor allem durch sein Fassadenmaterial setzt es sich jedoch klar von diesem ab: Die vollflächig mit Cortenstahl verkleideten Wände sollen dem Gebäude einen „warmen und erdigen“ Eindruck verleihen, der auch an die industrielle Vergangenheit der Gegend erinnern möchte, so die Architekten. Bis zum Boden reichende Fenster sowie die Fugen der Stahlplatten unterteilen die länglichen zudem Fassaden vertikal.
Der langgestreckte Baukörper des Neubaus wird weiterhin gegliedert durch mehrere Innenhöfe, die sich zwischen Neu- und Altbau schieben und mit weißem Stahlblech verkleidet sind. Vor allem die abgeschlossene Abteilung der Psychiatrie verfügt über einen direkten Zugang zum Garten.
Fotos: Dominique Constantin
Die Fassade ist das eine, der Innenausbau das andere. Empfangstheke, Farbgestaltung, Sockelleisten, Beschilderung, abgehängte Decke ... durchweg vermisse ich Planung bzw. Detailgestaltung. Und das Entwurfskonzept ist jetzt wahrhaftig nicht so stark, dass man darüber hinwegsehen könnte ... meiner meinung nach. Vielleicht haben die Architekten nur bis LPH 3 geplant ?
Wie seht ihr das?
In diesem konkreten Fall finde ich die Materialwahl und Umsetzung aber ... sorry ... rattenschlecht und wirklich hässlich. Ich lasse mal das eventuelle Empfinden von nicht architektonisch geprägten, potenziellen Patienten außen vor ...