Ganz nach dem Wetter
Klima-adaptive Architektur aus Stuttgart
Bereits vor zwei Jahren haben Achim Menges und Steffen Reichert im Pariser Centre Pompidou mit der Installation „HygroScope – Meteorosensitive Morphology“ gezeigt, was Architektur von Pflanzen lernen kann: mit einer auf Luftfeuchte reagierenden Holzkonstruktion, die ohne jegliche Mechanik oder Elektronik auskommt, sondern sich lediglich mittels hygroskopischer Eigenschaften von Holz automatisch öffnet und schließt.
Die Forschung zu klima-adaptiver Architektur am Institut für Computerbasiertes Entwerfen der Universität Stuttgart entwickelte nun ein 3D-gedrucktes, wetter-reaktives System, das die Vorgänge von Materialanpassung an Wetterbedingungen optimiert und die Architektur auf einen neuen, umweltbewussten Level ohne zusätzliche Verwendung von Energie hieven könnte.
Die neue Methode des 3D-Drucks erlaubt nun im Vergleich zur einstigen Holz-Installation, die auf eine bestimmte Größe und Form gepolt war, eine von diesen Parametern unabhängige Produktion.
ich frage mich immer, wozu dieses stuttgarter institut mit millionen an forschungsgeldern ausgestattet die welt der architektur neu erfinden will. vielleicht ist das ja wirklich alles ganz toll, aber vielleicht hat die welt auch eigentlich ganz andere probleme.