Spielen in Mariä Himmelfahrt
Kita von LIMA in Stuttgart
Im Frühjahr eröffnete die katholische Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Stuttgart-Degerloch ihre neue Kita für circa 80 Kinder im Alter bis sechs Jahren. Die Institution orientiert sich an modernen pädagogischen Anforderungen und den Bedürfnissen heutiger Familien. Der Neubau steht im funktionalen Zusammenhang mit dem benachbarten katholischen Hospiz St. Martin, das acht Plätze für sterbende Menschen jeden Alters bietet – auch für Kinder.
LIMA Architekten (Stuttgart) arbeiteten mit der leichten Hanglage des Grundstücks und entwarfen einen rechteckigen Baukörper nebst Innenhof. Die Gruppenräume der Kita liegen im Obergeschoss. Im vorderen Gebäudeteil zur Straße hin liegen die Räume für die bis zu dreijährigen Kinder – der sogenannte Nestbereich mit Schlaf- und Sanitärräumen. Auf der Gartenseite spielen und lernen die drei Gruppen der drei- bis sechsjährigen in ihren Aufenthalts-, Material- und Themenräumen mit Bereichen unter anderem für Rollenspiel, Bauen und Konstruieren, Bewegung und einer Lese- und Schreibwerkstatt.
Wände, Decken, Böden und Einbaumöbel der Gruppenräume sind weiß gehalten, in den öffentlichen Bereichen findet sich auch Sichtbeton. Holzfenster und Möblierung wurden hell gebeizt. Neben dem sonnigen Gartenbereich gibt es im südlichen Teil des Gebäudes eine Spielterrasse im Obergeschoss.
An der Nordseite in Richtung Hospiz befindet sich der überdachte, zum Aufenthaltsbereich erweiterte Eingang. Dieser erschließt nicht nur die Kita, sondern auch einen Saal mit Mehrzweckraum und Atelier, der in den Neubau integriert wurde und auch von Gemeinde und Hospiz beansprucht wird. Die Kinder wiederum können die kleine Kapelle im Hospiz für Andachten nutzen.
Die Architekt*innen gestalteten das Areal zwischen Kita und Hospiz mit verschiedenen Sitz- und Verweilmöglichkeiten als gemeinsamen Ort und Treffpunkt – den „Platz der Generationen“. Für die Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt verkörpert das Ensemble auch ihre Kernaufgabe: Die Begleitung von Familien vom Beginn des Lebens bis zu seinem Ende. (uav)
Fotos: Brigida González
Apropos Farbe: ich würde jedem mal empfehlen sich in einen komplett knallroten Raum zu setzen. Wer's länger als 5 min drin aushält, ohne aggressiv zu werden, wird seine Meinung über Farbe immer und überall schnell revidieren.
Ihrem Kommentar nach reicht es ja dann in Zukunft voll und ganz aus, alle Gebäude als leere und weiße "Leinwand" zu gestalten. Chapeau!
Damit hat sich die Daseinsberechtigung der Architekten total erledigt.
Der Nutzer wird´s richten. Tolle Einstellung.
Die Farbe kommt durch die Kinder und alles was sie machen. Da ist das Gebäude dann die Leinwand.
Das ist ein schönes Projekt das mit seinen Nutzern wächst. Ganz einfach.
Wie trostlos und überaus traurig. Innen wie außen!
Bild 12 macht einem fast sprachlos. Sichtbeton und Sauerkrautplatten - kein Tupfer Farbe wird hier geboten.
Den Architekten scheint es wichtiger zu sein ein schönes Bild für Instagram zu produzieren als auf die Bedürfnisse der Nutzer (Kinder) einzugehen.
So einen tristen Bau für Kinder zu präsentieren, unfassbar. Da haben wirklich alle Beteiligten ordentlich versagt. Allen voran die Architekten.
Arme Kinder. Gebt ihnen als Entschädigung Fingerfarben und Bastelmaterial damit die Leben und Menschlichkeit in die Bude bringen.
Die Architekten können es nicht.