David gegen Goliath
Kinderkrippe in Paris eröffnet
Das 18. Pariser Arrondissement liegt im Norden der Stadt, doch noch innerhalb der Stadtautobahn Boulevard Périphérique. In diesem Viertel mit heterogener Bebauung errichteten ECDM Architectes nun eine Kinderkrippe als modernes Element.
Der Neubau entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem zwölfgeschossigen Gebäude – die Architekten versuchten, die unvorteilhafte Lage möglichst kreativ für ihren Entwurf zu nutzen. Die Kinderkrippe setzt ihrem Nachbarn bewusst einen kleinen Maßstab entgegen und grenzt sich gegen dessen vertikale Dominanz durch eine horizontale Struktur ab. Das Gebäude soll „beschützend und introvertiert“ sein, und dabei dennoch in Dialog mit der Außenwelt treten: Ziel ist es, trotz der widrigen Umstände ein Maximum an Tageslicht in die Räumlichkeiten zu holen.
Das monolithische Gebäude besteht aus vorgefertigten Betonteilen, deren wellige Oberfläche der Fassade Tiefe verleiht und je nach Sonnenstand unterschiedliche Muster erzeugt. Zur vielbefahrenen Straße hin präsentiert sich der Solitär verschlossen; zur ruhigeren Seitenstraße hin wird die Fassade von Fenstern unterschiedlicher Höhe durchbrochen. Das Raumprogramm entwickelt sich auf zwei Ebenen; über der Kindertagesstätte wurde zusätzlich eine Wohneinheit untergebracht – diese ist gegen den unteren Gebäudeteil verschoben und setzt sich so optisch als eigenständiges Raumvolumen ab. Hinter dem Gebäude befindet sich eine Freifläche; großzügig verglaste Fronten und Terrassen sollen auf dieser Seite die Außen- und Innenräume miteinander verbinden.
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Die Entwurfsidee ist super, aber wenn ich mir vorstelle als Kind in einem weißen Raum mit weißer Decke und weißem Fußboden aufhalte... wo bleibt da die Orientierung?! Kinder lieben Farbe und brauchen diese um sich zu orientieren. Und so bunt kanns nicht werden egal wie.
Mein Vorschlag, gebt den dort untergebrachten Kindern Fingerfarbe in rauen Mengen... Die werden sich schon was einfallen lassen, was der Architekten hier wohl vergessen hat.
Und noch was: Das ist genau die Art von Architektur, wo sich jemand verwirklicht ohne auf den Nutzer einzugehen.
Habt ihr keine Kinder oder noch schlimmer: wißt ihr nicht mehr, wie ihr als Kinder wart?
Richtig, aber Kinder brauchen etwa Orientierung, das weiss jeder , der sich als Kind in oder vor einem ''Monsterbau'' mal verlaufen hat.
Etwas Farbe an der einen oder andere Stelle tut einem totgeweissten Krankenhaussterilbaukörper gut.
Denn dieKinder werden insbesondere an der Aussenfasse keine Bilder anhängen dürfen.
Aber das lockt dann vielelicht die loakle Graffitibande an. Vielleicht muss Farbe doch sein?
Innenraum? Mehr Bilder wären gut. Ich mag reduzierte Räume und einen behutsamen Umgang mit Farbe - hier scheint der Planer leider keinerlei Idee gehabt zu haben "machen wir halt alles weiß und gut". Für eine Kita ist das nicht nur einfallslos sondern leider echt traurig.
die räumliche Wirkung mag gelungen sein, dafür gibt es leider zu wenige bilder um ein aussagekräfitiges Urteil abzugeben.
aber was die sterile umgebung angeht muss ich sagen das es meiner ansicht nach gar nicht geht.
natürlich kommen noch möbel und andere utensilien hinein, aber die müssten zum gesamtkonzept passen...und mal ehrlich welche stadt, gemeinde oder andere träger zahlt schon für entsprechende möblierung so viel. man schaue sich nur mal in unseren Kitas um.
wenn ich mir diese möbel in dem gebäude vorstelle...grausig