Die verzauberte Blase
Kindergarten in Lothringen fertig
„La bulle enchantée“ – die verzauberte Blase: Diesen Projekttitel gaben die beiden jungen Straßburger Architekten Paul Le Quernec und Michel Grasso ihren ersten gemeinsamen Werk: einem Kindergarten in Sarreguemines (Saargemünd) in Lothringen. Dieser wurde im Sommer fertig.
Der Entwurf ist einer biologischen Zelle nachempfunden – mit dem Kindergarten im Zentrum der Anlage als Zellkern, den umgebenden Gärten als Zellplasma und einer Mauer rundum als Zellmembran. Die durchgängige, gekurvte Wand des Kindergartens begrenzt einen Freiluft-Spielplatz. Der laut Architekten einer Vagina nachempfundene Eingangsbereich ist durch ein Betongewölbe gekennzeichnet, das sich aus der äußeren Wand heraus fortsetzt.
Der Kindergarten begrüßt seine Besucher mit einem kreisrunden Raum im Zentrum der Anlage, der durch einen überdachten Patiohof belichtet wird. Alle Gruppenräume öffnen sich von hier aus radial zum Außenraum. Die zentripetale Wegeführung soll den Eindruck von Korridoren mit festem Anfangs- und Endpunkt vermeiden. Die Gruppenräume öffnen sich zu einem jeweils zugeordneten Spielplatz nach Süden. Die gekurvten Mauern und Decken sollen das organische und an eine Gebärmutter angelehnte Konzept unterstreichen.
Die Gruppenräume bieten mit 2,10 Metern Deckenhöhe gemütliche Aufenthaltsorte für kleine Kinder. In anderen Bereichen wurde mit einer Deckenhöhe von 4,20 Metern versucht, eine große Spannweite von Räumen und Volumen zu erzeugen. Flure und Gruppenräume werden von oben belichtet.
Der Kindergarten hat 2,4 Millionen Euro gekostet.
Esrt mit nem Laufrad den Empfangstresen hoch und über die Tastaturen fahren, dann Sprung rüber auf die Tische mit eingelassenen Spülbecken und dann Köpper von der 1,50m hohen Mauer direkt in die Kloschüssel gesprungen!
Hübscher kleiner Skatepark, gehört definitiv in die Kategorie der Projekte, die man gerne in einem Jahr nochmal sehen möchte.
Ist doch ein tolles Projekt. Ich würde mein Kind sofort dorthin schicken. Ihm eine spielerische Umgebung bieten. Zwänge, rechtwinklige Büro-Zellen und sortiert werden nach Standard werden Kinder noch früh genug erfahren. Mit der Art Ihrer Kritik disqualifizieren Sie sich doch selbst.
innenräumlich wurde sich hier natürlich viel mühe gegeben. wobei ich mich frage, ob nicht dabei übers ziel hinausgeschossen wurde?
unterm strich finde ich es keine gelungene architektur.
Warum nicht den Kindern den Stellwert einräumen, den sie in der Gesellschaft haben sollten?
Warum für alte Säcke immer neue langweilige Museen bauen, damit sie nur den Sonntag totgeschlagen können?
Ob nun alles kurvig sein muss oder nicht, letztendlich entscheiden die Nutzer, ob´s gefällt!
Als Kind hätte ich mich gefreut.
prädikat: besonders überflüssig. FSK ab 18.
wer kontrolliert hier freiwillig noch wen, wenn es um so "unwichtige" dinge geht, wie das bauen von kinderstätten. hauptsache spektakulär, aber auf kosten anderer, die sich nicht dagegen wehren können. herzlichen glückwunsch!