Dynamisches Minarett
KSP gewinnen Moscheen-Wettbewerb in Algier
Die drittgrößte Moschee der Welt wird in Algier entstehen – nach Plänen der Arbeitsgemeinschaft von KSP Engel und Zimmermann Architekten (Frankfurt) mit Krebs und Kiefer International (Darmstadt). Dies teilten die Architekten am 21. Januar 2008 mit.
Der Entwurf der deutschen Arbeitsgemeinschaft setzte sich in einem international besetzten Wettbewerb unter insgesamt 17 Teilnehmern durch.
In der Bucht von Algier, östlich der historischen Innenstadt gelegen, soll die Anlage den zentralen und initialen Baustein einer neuen Stadtentwicklung Algiers bilden. Das Zentrum vereint verschiedene kulturelle und religiöse Einrichtungen sowie unterschiedliche Bildungsinstitutionen. Diese reihen sich linear auf einem Sockel und bilden innerhalb des Komplexes zwei Gruppen: im Westen liegt der Ort zur Kontemplation mit Eingangsarkaden, Kulturzentrum und Minarett, im Osten der Versammlungsort für bis zu 20.000 Gläubige. Ein Park leitet vom Moscheekomplex zu der südlich gelegenen Koranschule und dem urbanen Zentrum über.
Weithin sichtbares Zeichen des Ensembles ist das über 200 Meter hohe „dynamische Minarett“. Das „höchste Minarett der Welt“ (Architekten) ist öffentlich zugänglich und nimmt ein Museum und verschiedene Forschungsinstitute auf. Den oberen Abschluss bildet eine Aussichtplattform. Die verschiedenen Funktionen bleiben als Kuben von außen ablesbar und sind von einer „semitransparenten Ornamentstruktur“ als zweite Haut umhüllt.
Als wichtiges Stilmittel setzen die Architekten ein „zeitgenössische Interpretation der Calla-Säule“ ein, die neben ihrer äußeren Funktionen als Tragwerk und Schattenspender auch innovative technische Funktionen wie Photovoltaik, Raumakustik, Lüftung und Entwässerung übernehmen soll.
klar wäre die konstruktion anders lösbar, andererseits sehe ich einen gebetsraum mit säulen als traditionellen teil einer moschee an, den freien raum ohne stützen assoziier ich eher mit christlichen kirchen....da das konstruktive schon mal mit dem kulturellen hintergrund verschmelzen sollte, sehe ich die lösung als ökonomisch und kulturell richtig.
statt eines säulenfreien raums wird hier eine kolonade als gebetsraum angeoten.. wir werden in die zeit der säulenmoscheen der frühzeit des osmanischenreichs (bursa) zurückversetzt.... wenn ich mir das erste bild jetzt genauer ansehe drängt sich der vergleich auch mit einem - wenn auch guten beispiels der einkaufscenter der ece auf