Einraumlandschaft
Jahresjurierung der Campus Masters entschieden
Doppelt abgeräumt: Zusätzlich zu den BauNetz Campus Masters konnten drei frisch gebackene Architekten auch noch den Jahreswettbewerb für sich entscheiden, für den sich alle diesjährigen Preisträger der Einzelwettbewerbe qualifiziert hatten. Gekürt wurden folgende drei Abschlussarbeiten:
1. Preis: „Monospace. Brand new Institute“ von Sebastian Kern und Jonas Tratz/ Technische Universität Berlin
2. Preis: „Solitude Circuit“ von Jonas Beer und Thomas Schubert/ Universität Stuttgart
3. Preis: „Havanna. to be continued” von Tobias Römer/ Fachhochschule Bielefeld
Die Einraumlandschaft „Monospace. Brand new Institute“ von Sebastian Kern und Jonas Tratz ist ein interdisziplinärer Ort für Studenten an der FU Berlin. Der Entwurf interpretiert die Typologie des Monospaces (Einraum) als notwendig offene Landschaft. Um den Einraum flexibel und ohne präzise Programmierung zu erhalten, muss er von räumlich-funktionalen Notwendigkeiten frei gespielt werden. Über dem Monospace wird eine Schicht dienender Räume angeordnet - programmatisch eindimensionale Räume, deren simple Rechteckformen in ihrer Konstellation und Drehung zueinander Licht spendende Höfe auslassen.
Jonas Beer und Thomas Schubert haben in ihrer Arbeit „Solitude Circuit“ die alte Solitude-Rennstrecke ausgebaut und eine neue Haupttribüne entworfen. Bei dem Tribünentragwerk handelt es sich um ein reines Holztragwerk, welches auf einem Stahlbetonsockel steht. Die Dachkonstruktion wird zum Wetterschutz mit einer Membran bespannt.
Die Diplomarbeit „Havanna. to be continued” beschäftigt sich mit der Analyse des Städtebaus der kubanischen Hauptstadt in Hinblick auf künftige gesellschaftliche Szenarien. Mit dem Areal „Plaza de la Revolución” wird exemplarisch einer der politisch bedeutsamsten Orte herausgegriffen und neu formuliert.
Wer nun die nächste Bewerbungsrunde der BauNetz Campus Masters auf keinen Fall verpassen möchte, kann sich schon jetzt bewerben und seine Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit für 2011 einreichen.
Die Campus Masters werden unterstützt von Vectorworks.
Aber hier ging wirklich soviel schief, Leute, das geht gar nicht......
der entwurf macht sich keine gedanken über die tragstruktur, die innenraumbilder täuschen etwas ganz anderes vor, als es in realität sein würde. (mal ganz abgesehen von weiterer infrastruktur wie etwa der entwässerung....)
die orientierung im gebäude ist eine katastrophe (nicht auszudenken was im brandfall hier los wäre...), die hüllfläche verschwenderisch. keine guten aussenräume, kein entree, kein bezug zum kontext. keine gedanken über konstruktion und marerilität.
schade, dass offensichtlich nur die oberflächliche originalität bewertet wurde, und sämtliche andere parameter ausgeblendet werden. so entsteht für den aussenstehenden meiner meinung nach ein völlig falsches bild sowohl von unserer disziplin als auch von der zugrunde liegenden ausbildung.