Entre Parasoles urbanes
J. Mayer H. feiert Teileröffnung in Sevilla
Schwer vorstellbar, aber wahr: Während wir in unseren Breitengraden unter den Schneemassen leiden, baut man in anderen Teilen Europas an überdimensionalen Sonnenschirmen.
Bereits sechs Jahre ist es her, dass Jürgen Mayer H. den internationalen Wettbewerb für die Neugestaltung und Neubebauung der Plaza de la Encarnación in Sevilla gewinnen konnte. Eigentlich sollte das Projekt „Metropol Parasol“ bereits 2007 fertiggestellt worden sein. Durch die markante Form und aufsehenerregende bauliche Struktur der „Schirme“ als Holzbau dauerte jedoch die Planung und Berechnung des Projekts wesentlich länger als ursprünglich anvisiert. Nun konnte aber am vergangenen Sonntag ein Teil des Projekts – die Markthalle – eröffnet werden.
Das neue Wahrzeichen Sevillas steht im Herzen der Altstadt. Neben der Markthalle besteht das Projekt aus einer Offenlegung der an dieser Stelle gefundenen archäologischen Reste der römischen Stadt Hispalis. Archäologisches Museum, ein Kulturzentrum sowie Restaurants und Cafés sind in einer pilzartigen Holzkonstruktion untergebracht, über die sich eine schirmartige Struktur erhebt, die für den darunter liegenden, öffentlichen Platz Schatten spenden wird. Auf dem Dach werden durch eine Aussichtsplattform und ein Café zusätzliche Attraktionen und Flächen für Veranstaltungen geboten.
Unsere Fotos zeigen die bauliche Situation der Parasoles, Aufnahmen der Markthalle folgen in Kürze. Die komplette Fertigstellung des Projekts ist für März 2011 geplant.
Das Ganze sieht aus, wie ein Modell aus der Tragwerkslehre im Maßstab 1:1 . Es mangelt sehr an der Architekur. -Was fehlt: -kontextuelle Bezüge -Subtilität -Poesie -Komplexität -Ernsthaftigkeit Wirklich ein architektonisch sehr minderbemitteltes Projekt. Offensichtlich war hier der oberflächliche visuelle Effekt im Fokus, durch Größe, Brutalität und unmotiviertem Formenspiel. Es mangelt an Ernsthaftigkeit.
aber für alle, die sich hier immer so aufregen: leute, die feinde befinden sich nicht hier im forum, sondern abseits davon!
"With a high degree of competence, the project demonstrates an innovative layering of varied cultural and commercial programs that serves to revitalize a historical town square. Directly confronting the loss of public space, the work convincingly integrates urban, architectural, and landscape design to create a sustainable response to the contemporary challenges facing the region. The work also manifests an ethically conscious position in that it promotes a reinforced sense of communal identity for a diverse range of social groups, providing them an original perspective on the city and offering a place for dialogue and exchange. The project presents a credible economic catalyst for the local market that is simultaneously ecologically sensitive to the context. Skillfully handled is the creation of a microclimate that adaptively reacts to the intense climatic conditions of the region. The hybrid combination of commerce and tourism presents a convincing and feasible model for cross-financing the required investments to implement such a project. This project deserves special merit for achieving the highest of architectural standards and creating a work that promises to have beneficial and long-term impact on reactivating collective recognition of the city and its culture."
PS: Das mit dem Entwurfsparameter stimmt natürlich, nur ist eben die Frage ob eine Lösung eines anderen Architekten hier auch noch andere Parameter berücksichtigt hätte, die für das Stadtbild verträglicher gewesen wären.