Sonnenhof
J. Mayer H. baut in Jena
„Dieser Bau wird Furore machen“ – so lautete der Tenor der Tagespresse in Jena zum neuen Sonnenhof. Geplant wird das Projekt von dem Berliner Büro J. Mayer H. Architekten, das die vier neuen Gebäude mit Büro- und Wohneinheiten im historischen Zentrum von Jena mit der typischen, lässig futuristischen Handschrift entworfen hat. Am 16. April 2010 wurde nun offiziell mit den Bauarbeiten begonnen.
Bauherr ist die Wohnungsgenossenschaft „Carl Zeiss“, die die historische „Sonne“ buchstäblich wieder zum Leuchten bringen und auf dem Areal hinter der „Sonne“ einen „attraktiven Standort für Dienstleistungen, Handel und Wohnen“ entwickeln möchte.
Das Ensemble aus vier Baukörpern mit vieeinhalb bis sechs Geschossen, die sich um das Innere des Baufeldes gruppieren, erlaubt laut den Architekten eine möglichst freie Durchwegung des Geländes. „Durch ihre Platzierung an den äußeren Grundstucksgrenzen definieren die Baukörper in ihrer Mitte einen, für die mittelalterliche Stadtstruktur typischen, kleinmaßstäblichen Freiraum. Dieser ist mit Hilfe von Durchgängen mit den ihn umgebenen Stadträumen verbunden und wird so zu einem wichtigen Verteiler im Netzwerk der innerstädtischen Räume. Die geplante Nutzungsmischung aus Gewerbe, Wohnen und Büro unterstützt hierbei das Konzept einer Einbindung des Ensembles in die umgebende städtische Struktur und ermöglicht eine kleinteilige und somit flexible Nutzungsstruktur. Die Gestaltung der Außenanlagen greift die Geometrie der polygonalen Flächen der Fassade auf und führt diese zunächst als grafische Elemente im Boden fort. An mehreren Stellen werden die so entstandenen Flächen in die dritte Dimension erweitert und „programmiert“. Sie bilden ein skulpturales Gefüge aus Keilen und Stelen, die unterschiedliche funktionale Elemente wie Pflanzbeete, Belüftungsöffnungen, Sitzgelegenheiten und Leuchtmittel aufnehmen und die Freibereiche zu attraktiven städtischen Aufenthaltsflächen werden lassen.“
Für das Projekt „Sonnenhof“ gibt die Wohnungsgenossenschaft rund 21,1 Millionen Euro aus, dafür entstehen sechs Geschäfte, der Unternehmenssitz der Genossenschaft, 29 Wohnungen – zwischen 60 und 120 Quadratmeter groß – und eine Tiefgarage, die 79 Stellplätze bieten wird. Das Projekt soll 2012 fertig gestellt sein.
Zum Gespräch mit J. Mayer H. auf www.designlines.de
"historischen Zentrum"? davon ist eh fast nichts mehr uebrig, lohnt sich auch nicht wieder aufzubauen. Wer ein "historischen Zentrum" sehen will soll in eine andere Stadt fahren (z.b. nach Quedlinburg)
- explodierende Wohnungspreise
- leidet an wahnhafter Selbstüberschätzung
- keinen Stil
...und keinen Sinn für Ästhetik...
Die genannte Wohnungsbaugenossenschaft sollte sich wohl lieber weiter mit Abriss und Verwaltung Ihrer Plattenbauten beschäftigen, anstatt die letzen Hoffnungen an eine künftig stilvolle, lebenswerte Innenstadt zu zerstören.
Schade... kein Lichtblick für die "Lichtstadt"!