Neue Bilder
Innenräume im Humboldt-Forum in Berlin
Die Außenansichten des Humboldt-Forums von Franco Stella sind bereits geläufig. Nun gibt es neue Renderings zur Innenraumgestaltung.
Holzer Kobler Architekten aus Zürich hatten zusammen mit dem Leipziger Büro Gourdin & Müller im Juni den ausgelobten Wettbewerb für ein Bauliches Corporate Design gewonnen (siehe Baunetz-Meldung vom 28. Juni 2012)
Bislang wurde nur ein Einblick in die große Agora-Halle des Humboldt-Forums veröffentlicht. Nun zeigt der Bauherr anlässlich einer Ausstellung weitere Renderings von Empfang, Auditorium, Erwachsenen-und Kinderbibliothek sowie Café.
Ausgestellt sind die Ansichten sowie alle anderen Wettbewerbsergebnisse noch bis zum 17. September 2012, täglich 10-20 Uhr in der Humboldt-Box am Schlossplatz in Berlin. Der Eintritt kostet ohne Ermäßigung 4 Euro.
vielen Dank für gelungene bauliche Illustration des Begriffs 'Zusammenhangslosigkeit'. Viel weniger Wechselspiel lässt sich wohl zwischen Architektur und Ausbau nicht herstellen.
Die Innenräume der italienischen Alt-Herren-Produktion sind per Dekret von Meister Rossi eben immer wenig spezifisch und funktionsgebunden. Wo sich die Architektur nur noch auf sich selbst besinnen darf, sehen das Äußere und das Innere von Rathäusern, Banken, Verwaltungen, Museen, usw. usf. seit den frühen 1980er Jahren eben stets gleich aus. Gut, das uns Fritz, Hans, Hans und ihre Freunde jahrelang geduldig und wütend erklärt haben, warum das nicht langweilig ist.
Liebe Macherinnen und Macher, es fällt euch dann aber doch auf, das das Ganze eine 'betäubende' oder vielleicht besser 'anästhesierende' Wirkung auf die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen ausübt. Nachvollziehbar Eure Idee, das müde Artefakt ein wenig zeitgemäß aufzuschminken. Wo die Zeit fehlt und das Interieur der Ex-Reichsbank von Hans keine Alternative darstellt, ist's nicht verwunderlich, dass die gewählten Versatzstücken und Farbkleckse hastig aus anderen Zusammenhängen demontiert und hier zusammengeschafft wurden.
In der geschickten Kombination der Produktionsformeln : "Für jeden etwas", "Bloss nichts falsch machen" und "Es muß nichts neu erfunden werden"entsteht ein wunderbar klares Selbstbild der aktuellen Architekturproduktion in Verwaltung und Disziplin: ein Sammelsurium mit den Haupteigenschaften 'ängstlich' und 'traurig'.
Wenn das die Qualitaet des wohl groessten deutschen Architekturprojektes der naechsten Jahrzehnte sein soll wundert es nicht, dass deutsche Architektur in der Welt keine Rolle mehr spielt.
Primitive, schmucklose Rohbauquader definieren den Raum - das kann selbst Lego besser.