Build a House and Save a Tree
Ingenhoven-Vortrag am Goethe-Institut New York
Begriffe wie „Nachhaltige Architektur“ und „Energieeffizienz“ beginnen bereits zaghaft ihren Fuß in die USA – weltweit neben Australien und China größter CO2-Produzent pro Einwohner – zu setzen. Ein Umdenken bzw. Umschwenken in Richtung eines nachhaltigen Klima- und Umweltschutzes ist nicht zuletzt angesichts des jüngsten Weltklimaberichtes der UN längst keine Option mehr, sondern schlicht und ergreifend überlebensnotwendig – die Zeit drängt.
Die USA werden künftig wohl nicht nur in Sachen Lebensstil, sondern auch beim Klima- und Umweltschutz weltweit als Vorbild wahrgenommen werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, und so kann die Bedeutung und Dringlichkeit eines Umlernprozesses vor allem in den USA nicht genug betont werden. Deutsche Architekten mit ihrer weltweit anerkannten Expertise im Nachhaltigen Bauen können und sollten bei dieser Bewusstseinsbildung aktiv mithelfen.
Offenbar erkannt hat dies das Goethe-Institut New York und bietet seit Februar 2008 unter dem Namen „What Is Green Architecture?“ eine Veranstaltungsreihe für die Öko-Anfänger an. Im Rahmen der Reihe hält Christoph Ingenhoven (Ingenhoven Architekten, Düsseldorf), der gerade Australiens ersten nachhaltigen Büroturm in Sydney plant (BauNetz-Meldung vom 24. Januar 2007), am 19. Mai 2008 einen Vortrag unter dem Titel „The Future is Green“. Darauf folgt ein Gespräch mit Andres Lepik (Kurator am Museum of Modern Art, New York). Am 16. Juni 2008 wird ein Vortrag von Matthias Sauerbruch die Reihe abschließen. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
Vortrag und Gespräch am 19. Mai 2008, 19 Uhr
Ort: Goethe-Institut New York, 1014 Fifth Avenue (83rd Street)
New York, NY 10028
Dem Tipp am Ende der uns zugesandten Pressemitteilung schließen wir uns gerne an: „Save a tree and do not print this unless you really need to.“
die umweltsituation weltweit ist ernster, als viele - insbesondere unsere regierungen - selbst glauben oder uns glauben machen möchten.
insofern passiert wirklich noch viel zu wenig und man kann nur hoffen, dass alle, die nur ein bisschen begreifen, was tatsächlich los ist, auf die straße gehen und die politischen führer solange nerven, bis diese den salbungsvollen worten auch konkretes handeln folgen lassen - müssen!
die gemeinsame stimme einer gut informierten öffentlichkeit ist eine bisher noch unterschätzte kraft, die den wandel herbeiführen kann und letzten endes auch wird - es bleibt nämlich nicht mehr viel zeit.
2.) Letztere sind in der neu gegründeten Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen sehr wohl vertreten, siehe http://www.dgnb.de/de/profil/mitgliederverzeichnis/index.php.
Dass eine solche Gesellschaft auch viele Trittbrettfahrer anlockt, liegt in der Natur der Sache. Aber warten wir ab, was die DGNB tatsächlich in den nächsten 2-3 Jahren auf die Beine stellen wird, d.h. ob sie zum Papiertiger mutiert wie die Stiftung Baukultur oder Dinge tatsächlich bewegt - und sich dadurch Glaubwürdigkeit erarbeitet.
Heute nun wollen die Schlafenden von gestern die Hellsichtigen von heute sein. Labels wie LEED wurden in Deutschland von dieser Grupperierung seit langem angedacht, hat aber politisch und wirtschaftlich keine Unterstützung gefunden. Nun, da internationale Immobilien-investoren ein solches Label verlangen wird die Politik und Wirtschaft plötzlich überaktiv. Die DGNB wird gegründet. jetzt soll eine Label her, ganz schnell und dann viel besser als anderswo in der Welt. Die die Kompetenz, das Know How dafür haben werden nicht hinzugezogen sondern aussen vor belassen. Wenn die Amerikaner schneller lernen, lernfähiger und weniger am Bestehenden beharrend sind, muss man das begrüssen. Grund stolz zu sein, haben diesbezüglich in Deutschland nicht viele, schon gar nicht die konventionelle (moderne)Architektenschaft, die dieses Thema seit langem beharrlich meiden, aussparen oder den Dogmen einer modernden Moderne unterwerfen. Schön wenn manche an Wettbewerben für Umwelt-bundesämter teilnehmen dürfen, diese dann auch gewinnen und über die Forderungen des AG sich mit diesem Thema aktiv auseinandersetzen müssen. Wenn die GSW-Banane mal gesamt-heitlich analysiert wird oder man einfach nur die Nutzer sommers zum Raumklima befragt, wird man rasch feststellen, so weit ist es in diesen Kreisen mit dem ökologischen Selbstverständnis nicht gediehen und doch auf gutem Weg. Ökologisch orientierte Architekten gehören zu der Kategorie die schon in der Bibel beschrieben wurden. der Prophet gilt im eigenen Land nichts. Hauptsache das "wording" stimmt - auftreten tun mal wieder die Falschen. Small is beautiful.