Berliner Fassadenrepublik
Ideen für Grundstück der Bauakademie gesucht
Seit der Palast der Republik restlos vom Berliner Schlossplatz verschwunden ist, fällt die Fassadenattrappe für die Berliner Bauakademie auf der anderen Seite des Kupfergrabens, direkt am Werderschen Markt, noch mehr ins Auge. Seit fast fünf Jahren steht dort um einen probeweise errichteten Eckpfeiler des Gebäudes von Karl Friedrich Schinkel (1836) ein mit bedruckten Planen (und großflächiger Werbung) behängtes Baugerüst in den Dimensionen des historischen Gebäudes.
So lange darf dort der „Verein Internationale Bauakademie Berlin e.V.“ (Vorsitzender: Hans Kollhoff) schon für sein Anliegen der Rekonstruktion des Gebäudes werben – auf der Internetseite finden sich dazu so schöne Sätze wie dieser: „Berlin war einmal eine der schönen Hauptstädte Europas.“ Heute also nicht mehr.
Nun wird das 2.200 Quadratmeter große Grundstück zum Verkauf ausgeschrieben – Grundlage für jeden eventuellen Käufer soll jedoch gleichzeitig ein Nutzungsvertrag mit einer noch zu gründenden, gemeinnützigen Stiftung sein, die auf dem Grundstück dann „ihre“ 46x46 Meter große Bauakademie errichten darf. Die Plattform Nachwuchsarchitekten nutzt die Ausschreibung, um nun bei „allen Kreativen“ nachzufragen, ob es eigentlich keine anderen Ideen für dieses Grundstück gibt als die Schinkelauferstehung. „Alles Fassade oder was?“ heißt also die diesjährige Auflage des jährlichen Ideenwettbewerbs „Stadt im Wandel – Stadt der Ideen“, und in der Jury sitzen die Fassadenexperten Tim Edler (realities:united), Thomas Krüger (ticket-b) und Fabian Hörmann (beach architekten).
Alle Interessenten mögen sich bitte vor dem 16. März 2009 auf der Internetseite der Plattform Nachwuchsarchitekten oder per mail an info@plattformnachwuchsarchitekten.de registrieren.
oder noch mit einem pferdewagen??"
Diese Alt-Männer-Argumente...
Nein, fahre einen neuen BMW. Geiles Design, Hammer Aussatttung. Was hat das mit Häusern zu tun?????
Sieh dir mal nen sanierten Altbau an (es gibt nichts beliebteres), hat man da Etagenklo????
Ich würde aber, wenn ich mir es leisten könnte auch nen Old-timer fahren. Wo ist das Problem??
Hätten moderne Bauten die Ausstrahlung eines BMWs genial, doch die Architekten bringen nur "Gelumpe" hervor.
Häuser müssen auch nicht 250 km fahren. Nein, sie stehen, ruhen.
Was ist jetzt mit deinem Uralt-Anti-Rekonstruktions-Argument. Je mehr wir rekonstruieren, desto mehr sehen wir was die damals drauf hatten, und wie unvermögend heute Architekturleistungen sind.
naja wenn man wüsste dass da dann am ende auch wirklich die rekonstruktion rauskommt. das wird aber 100%ig nicht der fall sein.
dafür gibt es einfach zu viele beispiele in D und auch anderswo.
dabei reden wir nicht mal über den sinn eines solchen projektes.
fährst du eigentlich auch mit einer "tin lissy"?
oder noch mit einem pferdewagen??
das würde sinn machen..
rekonstruktionisten wacht auf und seht die wirklichkeit.
wie gesagt: armes berlin aus der retorte.