Burg und Bungalow
Hotelanlage in Portugal
Die Adresse bedeutet übersetzt so viel wie „verlassener Bauernhof“, und eine landwirtschaftliche Nutzung gibt es hier in der Tat nicht mehr. Diese Hotelanlage in Portugal, östlich von Lissabon landeinwärts gelegen, bezieht sich gleichwohl auf das Vorbild mittelalterlicher Dörfer des Alentejo. Wie dort, gibt es auch hier eine steinerne „Burg“ mit außerhalb davon angeordneten weißen Bungalows. Die auf einem mit Kork- und Olivenbäumen bestandenen Hain errichtete Anlage stammt von dem Architekten José Carlos Cruz aus Porto.
In der „Burg“ sind Spa, Gesundheitsclub, Sporthalle, Restaurant und Konferenzräume untergebracht. 56 Bungalows beherbergen die Gästesuiten. Beeinflusst von traditioneller arabischer Architektur, besteht das Hauptgebäude aus einem monolithischen Block, in den kleine Öffnungen eingeschnitten sind. Das Volumen ist mit Kork verkleidet. Um einen großen Hof herum gebaut, ist das Gebäude so angeordnet, dass eine natürliche Durchlüftung gewährleistet ist. Um die Landschaft so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, befinden sich Swimmingpool und Bar auf dem Dach.
Die Bungalows werden durch die internen Durchwegungen gegliedert. Verstreut unter Olivenbäumen, ergeben sie eine Abfolge von abstrakten Volumen, die verputzt und weiß gestrichen sind.
Fotos: FG+SG – Fotografia de arquitectura
Leute, das ist hier nicht die Eifel, wo die Sonne kaum scheint und man alles sehen möchte, nur nicht grauen dreckigen Hinterhof vom Nachbarn! Schon mal arabische Architektur studiert? Je weniger Fenster desto besser. in vorliegender Ferienanlage in Portugal sucht man den Schatten und die Kühle, die Erholung von der Hitze im Atrium (der klassische Römer schaute übrigens auch lieber nach innen als nach außen). Und wenn ich dann die Landschaft brauche, dann setze ich mich an den Pool oder gehe zwei Schritte. Bei zehn Schritten bin ich sogar schon alleine in der großen weiten Pampa.
Bitte, gehen wir doch davon aus, dass sich die Planer etwas dabei gedacht haben.
Welchen Bungalow wählt der Fotograph, um den Hof darzustellen? Klar, einen, der sich zur Landschaft öffnet...
Aber glücklicher Weise ist dieser Minimalismus auf dem Rückzug. Ein paar ewig gestrige Architektenkollegen wird es immer geben.