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11.08.2021

Jenseits von Arsenale und Giardini

Highlights in Venedig


Hauptausstellung und Länderpavillons sind vordergründig die Stars der Biennale. Doch eigentlich geht es bei einem Besuch in Venedig immer auch um die Stadt selbst. Wie gut, dass sich in den schmalen Gassen weitere Ausstellungen verstecken, die auch auf touristisch etwas abgelegenere Pfade führen. Der Ausstellung „Skirting the Center“ über die montenegrinische Architektin Svetlana Kana Radević haben wir bereits eine Meldung gewidmet. Stephan Becker hat hier und in der Bildergalerie weitere Höhepunkte zusammengestellt.

Litauischer Pavillon mit „Planet of People“

Besonders reizvolle Akzente ergeben sich in Venedig oft aus dem Kontrast von Hightech und historischer Umgebung. Mustergültig führt dies aktuell der litauische Pavillon in der Chiesa di Santa Maria dei Derelitti vor, der von der „Lithuanian Space Agency“ des Künstlers Julijonas Urbonas gestaltet wurde. Zum virtuellen Planetenknäul verkeilt, schickt Urbonas seine Besucher*innen ins All. Chiesa di Santa Maria dei Derelitti, Barbaria delle Tole, Castello 6691, bis 21. November 2021

Catalonia in Venice mit „air/aria/aire“

Nicht in den Weltraum, sondern auf die Lebensbedingungen des Raumschiffs Erde blickt der Beitrag Kataloniens, das in Venedig traditionell mit einem eigenen Pavillon vertreten ist. Bei „air/aria/aire“ geht es um das Allgemeingut Luft, das im Kontext aktueller Krisen zunehmend zum Thema wird. Neben einer Arie der Komponist*innen Maria Arnal und John Talabot werden von Kuratorin Olga Subirós auch umfangreiche Forschungsergebnisse zum Thema Luftverschmutzung vorgestellt. Cantieri Navali, Fondamenta Quintavalle, Castello 40, bis 21. November 2021

Portugiesischer Pavillon mit „In Conflict“
Eine Ausstellung mit historischem Fokus präsentieren depA architects – zu deren Stadttreppen in Porto kürzlich auch eine Meldung erschien – im portugiesischen Pavillon. Die Architekt*innen versammelten sieben Wohnbauprojekte, deren Planung und Bau von weitreichenden Konflikten begleitet war. Palazzo Giustinian Lolin, San Marco 2893, bis 21. November 2021

„Piranesi Rome Basilico“ im Palazzo Cini

Im Jahr 2010 beauftragte die Stiftung Fondazione Giorgio Cini den inzwischen verstorbenen Fotografen Gabriele Basilico, einige Radierungen von Giambattista Piranesi visuell neu zu interpretieren. Anlässlich des 300. Geburtstages von Piranesi sind im Palazzo Cini nun 26 seiner römischen Veduten samt der zugehörigen Fotografien Basilicos zu sehen. Da Basilico ausschließlich in Schwarz-Weiß fotografiert hat, verschwimmen auf bemerkenswerte Weise die Zeitschichten in den Bildern. Palazzo Cini, Campo San Vio, Dorsoduro 864, bis 23. November 2021

Mario de Biasi im Casa dei Tre Oci
Zahllose Stadtaufnahmen hat auch der große italienische Fotograf Mario de Biasi gemacht, der für die Zeitschrift Epoca die fundamentalen Veränderungen Italiens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dokumentierte. Bei Biasi sind allerdings nur selten menschenleere Räume zu sehen. Ganz im Gegenteil: Er zeigt das pralle Leben zwischen den steinernen Häusern, was sich angesichts der Sterilität vieler Biennale-Beiträge als Wohltat erweist. Tre Oci, Fondamenta Zitelle, Giudecca 43, bis 9. Januar 2022


Zum Thema:

Mehr zur diesjährigen Venedig-Biennale unter Corona-Bedingungen auch auf unserer Sonderseite: www.baunetz.de/biennale/2021
Gute Anlässe für einen Besuch in Venedig bieten die Midissage am 28. August sowie die sogenannten Pavilion Days am 23. und 24. September 2021. 16 Länderpavillons, darunter Deutschland, veranstalten dann ein koordiniertes öffentliches Programm.



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Der zypriotische Pavillon beschäftigt sich passend zur Pandemie auf charmante Weise mit Nähe und Distanz zwischen den Menschen.

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Unter dem Titel „anachoresis“ liegt der Fokus insbesondere auf dem Tisch als sozialem Objekt.

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Über den Ausstellungsraum hinweg nimmt eine riesige Tischplatte immer wieder neue Formen an und versammelt unterschiedliche Beiträge zum Thema.

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Im portugiesischen Pavillon geht es unter dem Titel „In Conflict“ um Auseinandersetzungen als treibende Kraft in der Architektur. Hier die Sprengung eines Hochhauses, dokumentiert von Nelson d’Aires.

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