Äußerst solide
Haus von Baumschlager Eberle in Amsterdam
Ijburg ist eines der großen Stadterweiterungsgebiete Amsterdams und verteilt sich auf sieben künstliche Inseln mit Wohnraum für 45.000 Menschen. Am Eingang des Haveneilands, der größten Insel, wurde nun der erste von sieben Teilen einer flexibel nutzbaren Blockrandbebauung fertig gestellt, geplant vom Büro Baumschlager Eberle aus Lochau.
In seinem Erscheinungsbild knüpft das Ensemble mit seinen Fassaden an den klassischen städtischen Geschäftshaustypus mit Kolonnaden, Lochfassade, Balkonen und Steinverkleidung an. Im Inneren jedoch lockt der Neubau potentielle Mieter mit seinem frei gestaltbaren Grundrisskonzept. Alle Einbauten sind reversibel, tragende Zwischenwände statisch nicht notwendig. Stahlbeton-Skelettbauweise, in Kernen zusammengefasste Treppenhäuser, Raumhöhen von sechs oder vier Metern ermöglichen die flexible Einteilbarkeit der Flächen.
Das Gebäude dient nur als „Gehäuse“, jeder Mieter kann seine Vorstellungen individuell bestimmen. Die loftartigen, bis zu 20 Meter tiefen Einheiten können als Büros ebenso genutzt werden wie als Hotel, für Praxen wie für soziale Einrichtungen, als Studios und Wohnungen.
Um das Gebäudekonzept zu erklären, haben die Architekten den Terminus „solide“ gewählt, der dem Projekt auch seinen Vermarktungsnamen „Solid“ gab. Mit dem Namen soll eine Dauerhaftigkeit ausgedrückt werden, die auch in einem funktionalen Sinn gemeint ist: Hochwertige Materialien gepaart mit einer sorgfältigen Ausführung.
Alle Fotos: Werner Huthmacher
Gutes Projekt, findet jemand, der seit 9 Jahren in NL wohnt.
Um IJburg wirklich zu prägen, kommt der Bau übrigens zu spät, denn um ihn herum ist das Haveneiland längst eine Tatsache. Dass man das Konzept des Solitärs und die dazugehörigen flexiblen Grundrisse auch weniger aufdringlich umsetzen kann, zeigt Block 18 von Claus en Kaan.
Am interessantesten wird der Innenhof sein, wenn der Block vollständig ist.
FACHFORUM
man muss sich ja nicht unbedingt über das hier gezeigte hinaus über dieses projekt informieren, aber alleine das weitere durchklicken der bilder würde sie darüber aufklären, dass es sich hier NICHT um einen solitär handelt, sondern um einen der ersten bausteine für ein ensemble.