Feuerrot
Handball-Arena in Porto fertig
Dass Sportstätten nicht nur reine Zweckbauten sein müssen, sondern auch wahre Architektu-Highlights, ist nichts Neues. Dieses Projekt in Porto von den portugiesischen Architekten RISCO (Lissabon) bekennt zudem noch Farbe: Feuerrot knallen einem die Wände im Untergeschoss der Arena Dragão Caixa entgegen.
Der von außen eher nüchtern und zurückhaltend wirkende, helle Baukörper krümmt sich im Grundriss leicht und passt sich so der Lücke zwischen dem benachbarten Fußballstadion und der Autobahn an. Die Architekten haben außerdem darauf geachtet, dass die beiden Sportbauten zusammen ein harmonisches Bild ergeben – und von der Autobahn aus gesehen eher wie ein einziges Gebäude wirken.
Der fast 14.000 Quadratmeter große Sportkomplex beinhaltet neben dem Handballspielfeld und dem knalligem Foyer eine Lounge mit Restaurant sowie ein Cafe und Büros und Umkleiden. 2.000 Zuschauer finden in der Arena Platz. Einen ausgeglichenen Kontrast zu den roten Wänden schaffen die kalten, grob verschalten Betonoberflächen im Gebäudeinneren.
Die Baukosten werden mit 11,7 Millionen Euro angegeben.
richtig gelesen. sichtbeton ist doch erstmal beton, der als oberfläche sichtbar bleibt, unabhängig von irgendwelchen oberflächenqualitäten.
ich störe mich ja gerade am deutschen sichtbetonverständnis. daran, dass man immer ando will und am ende doch überall spachtelt und schäden vertuscht. daran, dass man sich oft in oberflächenqualitäten und anforderungen verliert und darüber das entwurfskonzept vergisst (passiert ständig, auch im baunetz immer wieder zu beobachten).
dann lieber gleich so wie hier in porto zur billigen oberfläche stehen und diese als kontrastierendes gestaltungselement einzusetzen. selbst altmeister corbu hat mit gnadenlos schlechtem sichtbeton weltklassearchitektur gemacht!