Expo City
Hadid baut Messezentrum in Kairo
Schon wieder Hadid, schon wieder Kairo. Nachdem die Londoner Stararchitektin Zaha Hadid erst kürzlich die Pläne für so genannte „Stone Towers“ in der ägyptischen Hauptstadt vorgestellt hatte (siehe BauNetz-Meldung vom 28. Mai 2009), teilte sie jetzt den Gewinn des Wettbewerbs für eine „Cairo Expo City“ mit. Sie war zuletzt zusammen mit Snøhetta in in der Endrunde dieser Konkurrenz.
Bei der „Expo City“ handelt es sich nicht etwa um ein Weltausstellungsgelände, sondern um ein neues Ausstellungs- und Tagungszentrum, gelegen zwischen der Innenstadt und dem Flughafen Kairos. Selbstverständlich soll auch hier wieder alles den höchsten internationalen Standards und Anforderungen genügen – in der DDR hätte man wohl von „Weltniveau“ gesprochen. Mit der neuen Messe werde Kairo zu einer der „Top Cities“ für Konferenzen und Messen weltweit, heißt es jedenfalls aus Ägypten.
Zu diesem Zweck errichtet Hadid auch hier wieder das Übliche: 450.000 Quadratmeter Nutzfläche mit Austellungshallen, Konferenzzentrum, Business-Hotel, 33-stöckigen Bürotürmen und einem Shopping-Center. Für die geschwungene Form der Baukörper wird dieses Mal die Analogie zur ägyptischen Landschaft, besonders zur „natürlichen Topographie“ des Niltales, bemüht. Entlang des Niles herrsche eine „kraftvolle Dynamik“, ein „konstantes Fließen von Wasser und Land“, was für diesen Entwurf in einen „urbanen architektonischen Kontext“ eingeflossen sei.
Durch „Schnitt- und Formprozesse“ seien die sehr großen Ausstellungs- und Konferezbereiche zu „Ansammlungen von individuellen Gebäuden“ aufgeteilt worden. Diese Gebäude haben einerseits ihre jeweilige eigene Ausprägung und seien andererseits als Teile des Ganzen kenntlich. Eine „Hauptarterie“ in Nord-Süd-Richtung erschließt das Gelände, während „Nebenströme“ in der Mitte zusammenlaufen, um die Fortbewegung der Menschen bei Veranstaltungen zu erleichtern.
Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2009 mit der Beräumung des Grundstücks beginnen.
Cindy und Marcel aus Thüringen
würde natürlich aber über das gesagte teilweise gerne trefflich streiten wollen...schade...hier mach ich halt nur in kommentar! ehm...okay, jedem das seine, die welt ist ja noch groß genug um nicht das sehen zu müssen was man nicht mag....grüsse! ps: vielleicht fall ich beim joggen ja mal auf den kopf...und fang dann auch noch so an :-)
Was homo sapiens allerdings in den letzten paar hundert Jahren gelungen ist, ist sich von der zwingenden Notwendigkeit bestimmter Bau- und Konstruktionsformen bedingt durch die spezifischen Eigenheiten und "Fähigkeiten" der Materialien zu lösen. Und die Erfindung neuer Materialien (ob Eisen, Beton, Stahl, Glas oder Kunststoffe) ging immer mit einer neuen Freiheit im Konstruieren einher und ermöglichte dabei die Entwicklung neuer Architektursprachen. Wenn Sie Ihr Studium erstmal beendet haben und soviel Erfahrung im Planen und umsetzen von Großbauten haben wie Frau Hadid (und dann auch gelernt haben, weniger wie ein Handwerker, sondern wie ein Architekt zu denken), dann werden Sie das vielleicht intellektuell und gefühlsmäßig verstehen....p.s. Sie werden sich aber wahrscheinlich niemals in einem Gebäude von Zaha Hadid wohlfühlen müssen, da Sie vermutlich nie in die Verlegenheit kommen werden, eines zu betreten.
als gelernter handwerker der auch im messebau unterwegs war kann ich nur sagen...alle aussteller wollen nur gerade wände....vielleicht mal nen runden tisch...that s it. ob düsseldorf, hannover, berlin oder mailand.