Anfassen verboten!
Hadid-Pavillon in Chicago eröffnet
Fast zwei Monate später als geplant konnte nun im August Zaha Hadids Burnham Pavilion im Millenium Park in der Innenstadt von Chicago eröffnet werden. Grund für die Verzögerung waren technische Probleme bei der Produktion der 7.000 gebogenen Aluminiumrohre, von denen die meisten formbedingt eben Einzelanfertigungen sein mussten. Der Nachbar-Pavillon von UN Studio ist pünktlich seit Mitte Juni (siehe BauNetz-Meldung zur Eröffnung vom 10. Juli 2009) der Öffentlichkeit zugänglich.
Beide Pavillons wurden anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Burnham Plan, dem Masterplan der Stadt Chicago von Daniel Burnham, installiert – sie stehen in direkter Nähe zu Gehrys Jay Pritzker Pavilion.
Nun sind also endlich beide Skulpturen der zwei „Stararchiteken“ eröffnet – bleibt die Frage offen, was die Parkbesucher bis Ende Oktober 2009 – solange sollen sie geöffnet bleiben – erwartet. In einem Blog lesen wir, dass man Ben van Berkels Pavillon soziale Qualitäten zusprechen könne. Die Außenwände laden zum klettern ein, man kann alle Seiten erkunden, anfassen, wenn möglich auch betreten – eine Art architektonische Kletterskulptur im öffentlichen Parkraum. Schnell entstanden hässliche Flecken, die Park-Security bewachte die Skulptur. Anfassen und Klettern wurde verboten, kurzzeitig musste der Pavillon sogar geschlossen werden.
Der Pavillon von Zaha Hadid leuchtet im Dunkeln. Innen wird Thomas Grays Film „Chicago: Past, Present and Future“ gezeigt. Auch hier wollten die Leute den Pavillon selbst erkunden, auch hier wurde jegliche Interaktion verboten. Nun führen schwarze Flughafen-Absperrungen aus Plastik die Besucher durch den Pavillon – das Gesamtbild wird zerschnitten. „For the safety of our vistors, climbing is strictliy prohibited“, steht auf den Schildern vor den Pavillons.
Erst kürzlich erschienen: „Der Pavillon”, das Buch zur Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum (siehe BauNetz-Meldung vom 21. August 2009)
Ein Gespräch mit Zaha Hadid finden Sie bei Designlines.
http://zahahadidblog.com/category/kids-activities Ich habe da eher so richtig kühne Bauten der kids gemeint, die mehr wilder, mutiger und freier sind und auf jeden Fall Menschen, Funktionen und Erweiterungsformen ( welche Beziehung hat das Haus und die darin lebenden Leute im Wohnumfeld zu anderen Gebäuden und den darin lebenden Menschen ) miteinbeziehen. Auch die Materialwahl ist erscheint mir sehr begrenzt zu sein auf den Fotos. dethomas....auf nach England und wir lassen den Laden brummen mit den kids.....
ich habe selber zwei jungs, mit denen ich natürlich immer wieder gebaut habe, mit unterschiedlichsten materialien und themen. es war erstaunlich was jedesmal an ergebnissen bei unserem "spiel" herauskam! die unbefangenheit mit der kinder an architektur (und auch kunst) herangehen ist immer wieder beindruckend!
das wort "renderfake" fällt in diesem forum immer wieder. deswegen habe ich es auch einmal benutzt. tatsache ist, das ein rendering ein fake ist. es sind praktisch synonyme. auch wenn es schön wäre, die nanotechnologie wird den resourcenmangel der zukunft nicht ausgleichen. da muß uns schon noch mehr einfallen!
Habe "renderfake in der Baubranche" mal gegoogelt..... und wieder was gelernt für die kids ( alle Bob der Baumeister Fans ). Also ich warte ganz dringend auf den Einsatz verbesserter Baustoffe aus der Nanotechnologie welche eine gute Symbiose mit der Green Architektur eingeht, für verbesserte Lebensräume in denen die Erwachsenen der Zukunft trotz Resourcenmangel in der Welt sehr gut leben können.