Rau und farbig
Grundsteinlegung für Filmhochschule in München
Am 14. November 2007 wurde in München der Grundstein für ein gemeinschaftliches Gebäude der Filmhochschule und des Staatlichen Ägyptenmuseums gelegt. Architekt des Neubaus ist Peter Böhm aus Köln.
Der vorwiegend aus rauem Beton und Glas bestehende Bau soll mit einer ruhig wirkenden Kubatur, die die Proportionen des gegenüberliegenden Altbaus aufgreift, den freien Platz vor der alten Pinakothek nach Süden schließen. Die Hochschule für Fernsehen und Film wird im oberirdischen Teil des Hauses untergebracht sein und über einen östlich gelegenen Eingang erschlossen. Das Staatliche Ägyptenmuseum residiert nach der Fertigstellung mit 3.750 Quadratmetern unter der Erde, zum Teil sogar unter dem Vorplatz, dadurch soll es eine Ausgrabungsstätten ähnliche Atmosphäre erhalten. Weitere Bezüge zur alten Pinakothek werden sich in der Fassadengestaltung zeigen, Böhm führt die Sims- bzw. Traufkanten auf gleicher Höhe weiter und greift mit seinem Entwurf die horizontale Gliederung des prominenten Gegenübers auf.
Hinter dem in den massiven Sockel des Hauses eingeschnittenen Eingang liegt das großzügige Foyer mit vielen Brücken, Rampen und sich überlagernden Geländern. Es soll den öffentlichen Platzraum in das Gebäude hinein fortsetzen und ihn im Inneren mit halböffentlichen Nutzungen wie Kinosäle, Seminarräume, Cafeteria und einer Bibliothek umrahmen.
Die Betonelemente sollen ihrer Lage und Umgebung entsprechend eingefärbt werden, so wird das Sockelgeschoss einen rötlichen Farbton erhalten, die große Portalwand dagegen in einem helleren Ton platzberuhigend wirken. Die Wände der Ausstellungsräume werden eher an Naturstein erinnern und dadurch einen gewohnten Hintergrund für die archäologischen Objekte bilden.
fazit: um einen riesen baukörper wird man wohl nicht herum kommen. und ich denke jeder hat auf seine weise darauf reagiert. die einen mit einem "monumental...zerklüfteten...gewöhnlichen... die straßenflucht nachzeichnenden" riegel und die anderen eben mit einem gläsernen aufsatz.
p.s. ohne die genaue planung zur zukünftigen hff zu kennen wage ich zu behaupten, dass die filmische kunst dort im planungsverlauf vielleicht zu kurz gekommen ist - von einigen hollywood zitaten abgesehen. als hochschule wirds sicher sehr gut funktionieren. ich glaube davon sollte jeder ausgehen.
Somit ist der Vergleich unserer Arbeit mit der von Herrn Böhm rein äußerlich als Großform oder Volumen vielleicht richtig aber das Konzept ist komplett verschieden und deshalb sind es auch 2 unterschiedliche Typologien. Herrn Böhms Entwurf ist ein Gegenüber in Nord-Süd Richtung zur Alten Pinakothek. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zwischenraum, den er auch mit einer Freifläche als Vorzone erweitert. Unser Entwurf bricht mit einem Historizismus und legt einzig Wert auf die Bewegung in Ost-West Richtung.
ein Diplom genau zu diesem Thema, an diesem Ort angefertigt.
Wir haben uns eingehend mit Film und Architektur auseinandergesetzt.
Ich finde, dass der hier gezeigte Entwurf in keinster
Weise der gestellten Aufgabe gerecht wird.
Ich wuerde mir als Student dort eine freie Umgebung Wuenschen und nicht diese monumentale schwere, die sich in Ihrer Lage auf dem Grundstueck und Ausformulierung der Baumasse dem umliegenden historischen Bestand anbiedert.
Wer eine Alternative sehen moechte kann dies
unter www.mise-en-scene.de tun.