Gelber Stein neben weißer Stadt
Grundstein für Gymnasium in Berlin
Dem Konjunkturpaket II werden wir noch einige Schulumbauten verdanken, am 19. Mai 2010 wird nun im Bezirk Reinickendorf von Berlin der Grundstein gelegt für eine Erweiterung des Friedrich-Engels-Gymnasiums. Es soll nach Plänen von huber staudt architekten bda (Berlin) zu einem fünfzügigen gebundenen Ganztagsgymnasium umgebaut werden. Die Gestaltung des Schulhofs stammt von den Berliner Landschaftsarchitekten LA.BAR.
Geplant ist ein dreigeschossiger Neubau für zwölf Klassen- und drei Gruppenräume sowie eine Mensa mit Küche, der neben dem gründerzeitlichen Hauptgebäude errichtet wird. Die Schule grenzt unmittelbar an die „weiße Stadt“, eine Berliner Großsiedlung der zwanziger Jahre des Schweizer Architekten Otto Rudolph Salvisberg.
Der Haupteingang orientiert sich zum Schulhof nach Osten, ein Nebeneingang für Abendveranstaltungen nach Westen zur Genfer Straße. Im Mittelpunkt des Entwurfs steht die zentrale Treppe, die im Erdgeschoss als Freitreppe beginnt und in den beiden Obergeschossen als geschützter zentraler Treppenraum ankommt. Ein Oberlicht sorgt hier für natürliches Licht, großzügige Fenster gewähren Einblicke aus dem Treppenraum über die Flure zum Außenraum.
Flurerweiterungen mit eingebauten Möbeln dienen als Treffpunkte für Schüler und Lehrer und bieten viel Platz zur gemeinsamen Arbeit. Über große Fenster mit vorgelagerten Loggien geben sie den Blick frei auf unterschiedliche Orte in der Umgebung: Sportanlagen, eine alte Eiche und den Schulhof. Die Außenhaut des Mauerwerkbaus besteht aus einer Verblendung aus hellem, graugelbem Backstein.
Die Fertigstellung des Gymnasiums ist für Anfang 2011 vorgesehen. Die Maßnahme mit einem Budget von 2,6 Millionen Euro wird aus dem Konjunkturpaket II finanziert.
das Projekt wurde - wie im Rahmen des KII-Pakets in allen Berliner Bezirken üblich - als Auswahl-Verfahren in Anlehnung an die VOF zwischen 3-4 geladenen Büros durchgeführt. Einen Wettbewerb gab es nicht, sonst stünde es auch in der Meldung.
Aber:
Wie war das noch mal mit den öffentlichen Bauten und den Wettbewerben?
Gab es hier einen?
Leider kein Wort dazu?
Bei der Erweiterung des Jüdischen Museums (auch kein Privatbau, oder?) gab es jedenfalls keinen.
Isrt diese Bastion von den Architekten und der zugehörigen Journaille schon aufgegeben?