Campuszuwachs in Klosterneuburg
Franz&Sue mit Maurer & Partner
In der Niederösterreichischen Landesnervenklinik Gugging fielen während des Zweiten Weltkriegs tausende psychisch kranke Patient*innen dem Nationalsozialismus zum Opfer. Heute befindet sich auf dem Gelände in Klosterneuburg der Campus des Institute of Science and Technology Austria (ISTA). An die grausame Geschichte des Ortes erinnert ein Denkmal der Künstlerin Dorothee Golz, und auch das Zentralgebäude von 1895 ist noch erhalten. Nach umfassenden Psychiatrieformen und Umbauten am Gebäude wurde der Klinikbetrieb 2007 eingestellt – im Juni 2009 startete nach der Modernisierung die Nutzung des Haupthauses durch das postgraduale Institut, das 2007 gegründet worden war.
Seither wächst der Campus stetig weiter. Bis 2026 sollen hier schrittweise neue Gebäudeeinheiten für insgesamt 90 internationale Forschungsgruppen entstehen. Darunter das LAB5 der ARGE Franz&Sue (Wien) und Maurer & Partner (Hollabrunn, Wien, Korneuburg), die in Folge des vom Land Niederösterreich ausgelobten Wettbewerbs den Auftrag für die Generalplanung erhielt.
Der Neubau mit einer Bruttogrundfläche von rund 15.000 Quadratmetern und Baukosten in Höhe von 50 Millionen Euro wurde 2021 nach drei Jahren Bauzeit fertiggestellt. Er beherbergt Forschungslabore für Chemie, eine Bibliothek und eine Gradschool. Die Planer*innen beschreiben den Baukörper als eine „Klammer, die dem Ort Halt gibt und die anderen Architekturen integriert“. Zudem fasst diese Klammer von drei Seiten einen Platz ein, der sich ins Grüne öffnet.
Im Zentrum des LAB5 liegt das Foyer, das den Bau in die Bereiche Theorie und Praxis gliedert: Auf der Theorie-Seite erstrecken sich Bibliothek und Graduate School über drei Geschosse und bilden durch Galerien, Sichtachsen und Fensterbändern eine zusammenhängende Lernlandschaft. Im nördlich ausgerichteten Flügel sind die Forschungslabore untergebracht.
In Punkto Energieeffizienz konnte der „klimaaktiv Gold Standard“ des österreichischen Umweltministeriums erreicht werden. Die Fassade ist einheitlich in vorgehängten, durchgefärbten Betonfertigelementen ausgeführt, die das Gebäude in einen zarten Rotton hüllen. (tp)
Fotos: Kurt Kuball
sorry : panikmache bezüglich CO2 bezog ich rein auf den betoneinsatz ... es steht außer frage, dass wir viel zu viel CO2 (und andere Stoffe) emittieren ... aber diesbezüglich sind auch prioritäten zu setzen ... und gebäude sichern nunmal extentielle grundbedürfnisse und haben andere nutzungszyklen wie individuelles reiseverhalten ...
dagegegen kenne ich 150-200 jahre alte scheunen, 500 jahre alte betonfreie fachwerkhäuserr und 6.000 jahre alte pyramiden.
das problem beim beton sind auch die mengen die lährlich verbaut werden:
ein ring von 10 x 10 meter, rund um den äquator.
(wie immer mit steigender tendenz.)
verschwendet wird diese energie, wenn man das gebäude abreisst.
(das gilt natürlich nicht nur für gebäude, sondern für jedes produkt.)
das alles und noch viel mehr,
kann man im internet nachlesen.