Helfer fürs Humboldt-Forum
Franco Stella benennt Kontaktarchitekten
Letzte Woche war es noch ein Gerücht, nun ist es amtlich: Der italienische Architekt Franco Stella (Vicenza), der den Wettbewerb für das Berliner „Humboldt-Forum“, also die Kopie des Berliner Schlosses gewonnen hatte (siehe BauNetz-Meldung vom 28. 11. 2008), hat gestern zwei deutsche Büros benannt, die ihm dabei „helfen“ sollen: Er habe mit Hilmer Sattler Albrecht (HSA) und von Gerkan, Marg und Partner (gmp) „Gespräche geführt und Vereinbarungen getroffen“.
Das Bundesbauministerium bestätigte dies und ließ verlauten, es sei üblich, dass kleine Architekturbüros bei Großaufträgen andere Architekten um Unterstützung bäten.
In der Tat ist es insbesondere seit der IBA 1984/87 in Berlin übliche Praxis, dass ausländische Büros mit Aufträgen in Berlin hiesige „Kontaktarchitekten“ benennen, in deren örtlichen Büros zum Beispiel Ausführungsplanung und Bauleitung gemacht werden. Üblicherweise werden dazu Büros herangezogen, die der eigenen Architekturauffassung entsprechen.
@ weltblick: Warum in Gottes Namen brauchen wir einen deutschen Bjarke Ingels, der uns zu den bereits vorhandenen Neue-Heimat-Ungetuemen der siebziger Jahre nun auch noch monstroese Terrassen-Siedlungen des 21. Jahrhunderts beschert?
Sie sprechen in Ihrem Artikel von "örtlichen Büros", beide dieser sind keine Berliner Büros. Die heimliche Hauptstadt der Kunst-Kultur, verfällt sie in eine öde Provinzlerei? Ein Franco Stella aus dem pittoresken Vicenza, hat ja gerade noch Scharm.