Hommage an die City Nord
Fotoausstellung von Andreas Gehrke in Hamburg
Als in den 1950er Jahren im Zuge des Wirtschaftswachstums der Büroraum in der Hamburger Innenstadt knapp wurde, plante die Stadt den Bau einer vorstädtischen Bürostadt – die City Nord. Damals galt das Projekt als eines der größten und städtebaulich anspruchsvollsten Projekte Europas, heute als ein bedeutendes Architekturprojekt der historisch gewordenen Moderne.
Der Fotograf Andreas Gehrke beschäftigt sich seit 1999 mit der City Nord. Damals in die Jahre gekommen und von Leerstand geprägt, erlebte das Areal in den vergangenen Jahren einen grundlegenden Wandel. Während ein Teil des Bestandes saniert und modernisiert wurden, fielen einige der ursprünglichen, markanten Bauten dem Abriss zum Opfer und wurden durch Neubauten ersetzt.
In seinen Bildern beschäftigt sich Gehrke mit dem Zusammenspiel von Architektur und Corporate Identity der ansässigen Konzerne, die sich in Form von Logos und Farbkonzepten vor allem auf den Außenwänden der Gebäude ausdrückt. Dabei zeigen die Bilder, wie gewohnt, ihre Motive sachlich reduziert, während sie gleichzeitig dessen vagen und abstrakten Zustand beschreiben.
Im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2023 präsentiert der Ausstellungsraum des Architekturbüros blrm ab Donnerstag, 20. April 2023 sowohl aktuelle als auch bisher unveröffentlichte Bilder der City Nord aus dem Archiv des Fotografen. Ihre neuen Büroräume im Erdgeschoss des ehemaligen St. Pauli-Gemeindehauses nutzt das Architekturbüro beginnend mit dieser Ausstellung auch als Galerie und Veranstaltungsort.
Eröffnung: Donnerstag, 20. April 2023, 19 Uhr
Ausstellung: 20. April bis 25. Mai 2023, dienstags und donnerstags 16–19 Uhr
Ort: blrm Architek*innen, Brunnenhofstraße 2, 22767 Hamburg
Gehrkes bemerkenswertes Fotobuch Berlin wurde vor zwei Jahren auf BauNetz vorgestellt.
Auch wieder solch ein formaler Architekt aus 2023. Mutig! Mit besten Grüßen Matthias Klose Studio
aber als hobby ja ganz schön
"In seinen formal-ästhetisch komponierten Bildern wirken die Gebäude sachlich, konkret und gleichzeitig wie abstrakte Formationen, welche die Grenzen zwischen Architektur, Kunst und Design verschieben." ... Und daürber hinaus ... "formal-ästhetisch" !? Reicht das noch? Oder gibt es neben der Wasserwaagen-Fotografie auch noch eine wirklich eigene Sichtweise auf die Dinge? Von einem künstlerischen Ansatz hat dies NICHTS. Schade.